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Weiter geht die Thriller-Rundreise um die Welt, und nachdem in den beiden letzten Wochen ein kleiner Heimaturlaub sowie ein Abstecher in den hohen Norden Europas auf dem Programm standen, führt die Reise auf der nächsten Station nun durch die Großstädte Mittel- und Westeuropas. Vom schottischen Edinburgh über Frankreichs Hauptstadt Paris bis in die Kaiserstadt Wien – wer im Urlaub lieber einen Städtetrip unternimmt statt entspannt am Strand in der Sonne zu liegen, der sollte mit dieser Reiseroute voll auf seine Kosten kommen.

Erstaunlicherweise ist mir bei der „Reiseplanung“ aufgefallen, dass ich gerade die iberische Halbinsel bei meinen Leseausflügen sträflich vernachlässige, so habe ich selbst nach gründlichem Durchforsten meiner realen und virtuellen Bücherregale tatsächlich kein einziges Buch gefunden, dessen Handlung zu einem Großteil in Spanien oder Portugal spielt. Ähnliches gilt auch für den Osten Europas, in den zwar die ein oder andere Nebenhandlung mal einen kurzen Abstecher macht, dauerhaft habe ich mich beim Lesen allerdings bisher noch nicht in  Tschechien, Polen oder Ungarn aufgehalten. Wer also Buchtipps zu diesen Ländern hat, darf sie mir gerne in den Kommentarbereich schreiben, damit ich die weißen Flecken auf meiner Europa-Landkarte irgendwann mal füllen kann… 😀

Bisherige Stationen:

Teil #1: Mörderischer Heimaturlaub
Teil #2: Eiskaltes Morden im Norden
Teil #3: Blutiger Städtetrip durch Europa
Fortsetzung folgt…

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Edinburgh: The Strings of Murder – Oscar de Muriel
Los geht die Europareise in Schottlands Hauptstadt Edinburgh, und zwar im Jahr 1888. Ein Geigenspieler wird auf brutale Weise ermordet, und weil im gleichen Jahr im Nachbarland bereits der berüchtigte Serienkiller Jack the Ripper sein Unwesen trieb, fürchtet die Polizei nun eine landesweite Panik. „The Strings of Murder“ setzt dabei nicht nur auf das beliebte und immer wieder spannende „Locked Room“-Szenario, sondern bietet auch eine dichte Atmosphäre, die gerade die düsteren Seiten des späten 19. Jahrhunderts zum Vorschein bringt.

London: London Underground – Oliver Harris
Wir bleiben im britischen Königreich und reisen weiter in die englische Hauptstadt. Ich LIEBE London, egal ob in der Realität oder in Büchern und ich könnte ein ganzes London-Special mit Buchtipps füllen, als Highlight habe ich mir für diesen Beitrag aber Oliver Harris‘ zweiten Nick-Belsey-Krimi herausgepickt. Dieser bietet nicht nur einen äußerst unkonventionellen Ermittler, sondern London-Feeling pur. Während Belsey nämlich seine entführte Freundin sucht, kann man die Wege des Cops dank der detaillierten Ortsbeschreibungen fast auf dem Stadtplan nachverfolgen. Zudem zeigt Harris seinen Lesern eine Welt unter der Stadt, die man wohl so nicht erwartet hätte… (Rezension)

Amsterdam: Die Suche –Nick Louth
Von der britischen Insel geht es rüber aufs europäische Festland nach Amsterdam, wo ebenfalls eine kleine Tour durch den Untergrund auf den Leser wartet – und es gibt noch eine weitere Parallele zum Harris-Roman, denn auch in der größten Stadt der Niederlanden sucht ein Mann seine verschwundene Lebensgefährtin. Das besonders dramatische an der Suche: Die vermisste Frau ist vielleicht die einzige Person, die eine verheerende Katastrophe für Europa noch verhindern kann, denn in Amsterdam ist die heimtückische Tropenkrankheit Malaria ausgebrochen… (Rezension)

Paris: Choral des Todes – Jean-Christophe Grangé
Weiter geht der Städtetrip in einem ganz besonderen Land für Thriller-Liebhaber, denn wer düstere und kompromisslose Geschichten sucht, ist in Frankreich genau richtig – und bei Jean-Christophe Grangé sowieso. In „Choral des Todes“ muss ein ungewöhnliches und sehr eigenwilliges Ermittlerduo – ein armenischer Kriegsveteran und ein unberechenbarer Junkie – den Tod eines Mannes aufklären, dem in einer Pariser Kirche das Trommelfell durchstoßen wurde. Die Story ist dabei alles andere als leichter Tobak und reicht von Kindesmissbrauch über Folter bis zu wilden Nazi-Mythen, was aber zunächst recht abstrus klingt entpuppt sich als wirklich spannender, unheimlicher und sehr verstörender Mystery-Thriller. (Rezension)

Pyrenäen: Schwarzer Schmetterling – Bernard Minier
Nicht weniger rätselhaft und düster geht es auch in diesem französischen Thriller zu, der die Leser in ein kleines und verschneites Dorf in den Pyrenäen verschlägt. Dort machen Arbeiter an einer Felswand eine verstörende Entdeckung, denn jemand hat dort einen Pferdekadaver auf makabre Weise zur Schau gestellt. Spuren am Fundort führen zum hochintelligenten Serienmörder Julian Hirtmann, doch dieser sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt einer in den Bergen versteckten Psychiatrie. Commandant Martin Servaz nimmt die Ermittlungen auf und begibt sich in ein gefährliches Duell mit einem wahnsinnigen Killer. Hochspannend, düster und nicht zuletzt dank der eisigen Bergwelt der Pyrenäen mit einer unglaublich intensiven Atmosphäre – ein Muss für Fans von französischen Thrillern! (Rezension)

Florenz: Inferno – Dan Brown
Von Frankreich führt die Reise nach Italien, wo in Florenz niemand geringeres als Dan Browns Star-Symbolologe Robert Langdon angeschossen in einem Krankenhaus erwacht – mit Amnesie und einigen kaltblütigen Killern dicht auf den Fersen. Während der Harvard-Professor also versucht, seine Erinnerungen zurückzugewinnen und dabei am Leben zu bleiben, bietet Brown seinen Lesern das volle Kultur-Programm durch die italienische Kunstgeschichte, immer auf den Spuren des Philosophen Dante Alighieris. „Inferno“ ist vielleicht nicht das beste Robert-Langdon-Abenteuer, hat mit der historischen Kulisse Florenz‘ aber ein echtes Highlight für Italien-Fans zu bieten – ein absolut lohnenswerter Städtetrip. (Rezension)

Rom: Apocalypsis – Mario Giordano
Wenn man schon einmal in Italien ist, darf natürlich auch ein Abstecher in die Ewige Stadt nicht fehlen – und was läge da thematisch näher als eine Vatikan-Verschwörung? Mario Giordano fährt in seinem ursprünglich in Serienform veröffentlichtem „Apocalypsis“ besonders schwere Geschütze auf und lässt gleich einmal den Papst spurlos verschwinden, kurz nachdem dieser völlig unerwartet von seinem Amt zurückgetreten ist. Zeitgleich werden überall auf der Welt Menschen ermordet, die mit dem ehemaligen Papst in Verbindung standen und es steht nichts weniger als das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Zugegeben: Die etwas chaotische Erzählweise und die doch recht abstruse Story sind sicherlich Geschmackssache, Verschwörungsfans werden hier aber voll auf ihre Kosten kommen, zumal das Tempo der Geschichte wirklich hoch ist und Giordano mit einigen fiesen Cliffhangern punkten kann. (Rezension)

Wien: Rachesommer – Andreas Gruber
Wem Giordanos wilde Vatikan-Verschwörung zu abgefahren ist, für den ist vielleicht die letzte Station dieser kleinen Europareise das richtige: In Wien untersucht die Anwältin Evelyn Meyers nämlich eine rätselhafte Unglücksserie, der bereits vier wohlhabende Männer zum Opfer gefallen sind – alle kamen auf sehr kuriose Weise ums Leben. Ein zweiter Handlungsstrang der Geschichte spielt in Leipzig, wo eine seltsame Suizidwelle in einer Psychiatrie die Neugier von Kommissar Pulaski weckt. Beide Erzählebenen punkten mit geheimnisvollen Storys, hohem Erzähltempo, starken Hauptfiguren und clever gesetzten Cliffhanger – wer Psychothriller von Sebastian Fitzek oder Arno Strobel mag, sollte sich diesen Ausflug nach Wien nicht entgehen lassen! (Rezension)

Das war es mit den europäischen Reisezielen, in der nächsten Woche führt die Reise dann erstmals auf einen anderen Kontinent – das genaue Ziel der Reise wird aber noch nicht verraten 😉

Welche literarischen Städtetrips könnt ihr besonders empfehlen?


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