Am 4. September 2009 forderte der Oberst einer im afghanischen Kundus stationierten Bundeswehreinheit einen Luftschlag durch US-amerikanische Flugzeuge auf zwei von Taliban-Kämpfern entführte Tanklastwagen an, nachdem es zuvor immer wieder Hinweise dafür gegeben hatte, dass die Terroristen auf solche Weise Attentate gegen die internationalen Truppen ausführen könnten. Der angeordnete Bombenabwurf auf die Fahrzeuge endete jedoch in einer Katastrophe, bei der mehr als 100 Zivilisten – darunter auch viele Kinder – getötet oder verletzt wurden. Der Luftangriff ging als einer der größten Fehlschläge in die jüngere Bundeswehrgeschichte ein und hatte drastische Konsequenzen – unter anderem den Rücktritt des damaligen Bundesverteidigungsministers Franz Josef Jung – zur Folge. (mehr …)

Von Sommerloch keine Spur, denn auch im August warten wieder viele Krimi- und Thriller-Highlights auf Freunde der Spannungsliteratur. Dabei zeigt sich der Monat diesmal überraschend vielseitig: Serienkiller-Fans kommen genauso auf ihre Kosten wie Fantasy-Leser und Abenteurer und auch wer sich für die dunklen Kapitel der amerikanischen Geschichte interessiert wird mit dem passenden Buch versorgt. Ein besonderes Schmankerl verspricht auch der neue John Grisham zu sein, dessen Geschichte wie der perfekte Literaturkrimi für Buchnerds klingt. Da kann man nur hoffen, viel Urlaub zu haben, um so viele tolle Neuerscheinungen wie möglich verschlingen zu können! (mehr …)

  

Our month started off with a short but sweet visit from Celine. Despite two trains being canceled on her, she did eventually make it, and we spent a relaxing day and a half binging Criminal Minds, taking walks in between all the rain, and starting an extremely challenging 2000-piece puzzle. (A puzzle that still isn’t finished, despite the fact that we’ve worked on it nearly every day since then. :P)

On the last Saturday of the month, we met Sandy and Anja in Düsseldorf for the Büchermeile, which was a ton of fun! We hadn’t planned on buying any books, but somehow we ended up with three by the end of the day (which is mostly to blame on Sebastian). 😀 We also walked around the city and finished our day with a delicious meal at Sattgrün.

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Faris Iskander, Kommissar in der Sondereinheit für Ermittlungen bei religiös motivierten Verbrechen (SERV) und Hauptfigur in Kathrin Langes Thriller-Reihe, hat es wirklich nicht leicht: Während andere Krimi-Ermittler es in der Regel mit vergleichsweise normalen Mordfällen zu tun bekommen, hat Faris in den ersten beiden Bänden „40 Stunden“ und „Gotteslüge“ bereits mehrfach die Hölle durchlaufen und die Ermittlungen in dramatischen Terrorfällen sogar beinahe mit dem Leben bezahlt. Zur Ruhe kommt der Sonderermittler mit Migrationshintergrund aber auch in seinem dritten Fall „Ohne Ausweg“ nicht – ganz im Gegenteil: Kathrin Lange steckt ihren Helden diesmal sogar ins Gefängnis. Allerdings ist Iskanders Knastaufenthalt weitestgehend freiwillig, denn die SERV schickt ihren besten Mann auf eine riskante Undercover-Mission ins Hochsicherheitsgefängnis Karlshorst, wo er sich als Islamist ausgeben und das Vertrauen des Terrorführers al-Sadiq gewinnen soll. Ziel des Einsatzes: eine drohende islamistische Anschlagsserie auf Berlin zu verhindern und die Drahtzieher zu identifizieren und überführen. Damit diese Aufgabe gelingt, wurde Faris nicht nur monatelang auf den Einsatz vorbereitet, sondern es wurden auch gezielt Falschinformationen gestreut, um seine Nähe zur Terrorszene glaubhaft zu machen – hier spielen ihm auch die Ereignisse des direkten Vorgängerbandes in die Karten, die nicht gerade zum besten öffentlichen Ruf des Ermittlers geführt haben. (mehr …)

Es ist – unabhängig vom Genre eines Buches – immer von Vorteil, wenn Autoren genau wissen, worüber sie schreiben und es gibt viele Schriftsteller, die ihre persönlichen Erfahrungen oder Kenntnisse in ihren Romanen verarbeitetet haben – man denke zum Beispiel an schreibende Rechtsmediziner, die etwa von ihren schlimmsten Fällen in blutigen Thrillern erzählen. Auch der Autorin Karen Dionne kommen bei ihrem Buch „Die Moortochter“ ihre eigenen Erfahrungen zugute und diese sind wirklich außergewöhnlich: Dionne hat als junge Frau viele Jahre mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer abgeschiedenen Hütte auf der Upper Peninsula, der Oberen Halbinsel des US-Bundesstaates von Michigan, geführt. Dieses gewaltige Gebiet an der Grenze zu Kanada nimmt fast ein Drittel der Landfläche Michigans ein, stellt aber nur drei Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates – dementsprechend einsam ist das Leben im hohen Norden der USA und somit der perfekte Lebensraum für Aussteiger wie eben die junge Karen Dionne. (mehr …)

Es gibt in Spannungs-Genre sicherlich unzählige Ermittlerkarrieren, die glanzvoller verlaufen sind als jene von Leo Junker, Hauptfigur in Christoffer Carlssons Krimi-Trilogie – dabei sah lange vieles danach als, als könnte der junge Polizist eine Bilderbuch-Laufbahn hinlegen. Seit einem katastrophal gescheitertem Undercover-Einsatz, bei der Junker versehentlich einen Kollegen erschoss, liegt jedoch nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Leben in Trümmern: Panikattacken haben ihn in die Tablettenabhängigkeit gestürzt und auch viele Monate nach den traumatischen Ereignissen kämpft Junker immer noch täglich gegen die eigenen Dämonen. Nach zwei recht beachtlichen Ermittlungserfolgen in den ersten beiden Bänden „Der Turm der toten Seelen“ und „Schmutziger Schnee“ scheint es für den ehemaligen Star-Ermittler nun immerhin beruflich wieder ein wenig bergauf zu gehen, auch wenn seiner neuen Chefin sein besorgniserregender Medikamentenkonsum nicht verborgen geblieben ist und er sich zu Beginn des Trilogie-Abschlusses „Der Lügner und sein Henker“ wieder einmal in einer unfreiwilligen dienstlichen Auszeit befindet. Und für die eigene Rehabilitation ist es sicherlich auch nicht gerade förderlich, dass Leo Junker einen Anruf erhält, der seine Welt wieder einmal ins Wanken bringt: Sein Mentor und väterlicher Freund Charles Levin ist tot aufgefunden worden und alles deutet darauf hin, dass es sich dabei um Mord handelt. (mehr …)

Unabhängig davon, ob sie auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen oder nicht, haben erfolgreiche Sportromane in der Regel eines gemeinsam: sie erzählen von Außenseitern, die aufgrund von speziellen Umständen, außergewöhnlichen Zusammenhalts oder vielleicht auch nur durch das nötige Quentchen Glück Einzigartiges erreichen. Solche Wunder sind zwar in der Realität wie auch in der Fiktion ziemlich selten, gerade das macht sie jedoch so mitreißend und besonders – und seien wir mal ehrlich: wohl nur wenige würde z.B. ein Roman oder ein Film über die 27. Deutsche Fußballmeisterschaft des FC Bayern München interessieren. Geschichten wie die Baseball-Erfolgsstory „Die Indianer von Cleveland“ oder das Rugby-Drama „Invictus – Unbezwungen“ hingegen erfreuen sich auch viele Jahre nach ihrem Erscheinen noch großer Beliebtheit – und wer schwelgt hierzulande nicht gerne in Erinnerungen an das „Wunder von Bern“, den ersten WM-Titel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft? (mehr …)

June was a great month. We took advantage of the summer weather by reading on the balcony, taking walks in the park, eating lots of ice cream and even went on a little vacation. We did end up increasing our (well, Sebastian’s) TBR, but at least we kept up with blog posts! (mehr …)

It was a mere coincidence when I stumbled upon „The Flight of the Silvers“ back in 2013. It must have been a rather random retweet on Twitter and the book only caught my attention because I found the cover quite nice and the rainbow effect of the shiny silver dust jacket looked pretty cool – as you might know I always fall easily for pretty books. So I went to Goodreads, looked up some details of the book and read the blurb and just a few minutes later I had already pre-ordered the title which at that time wouldn’t come out until another few weeks. I was really excited for the book, however I tried to keep my expectations low since both the publisher Blue Rider Press and the author Daniel Price were completely unknown to me and I somehow saw nobody else talking about the book. And as much as I was intrigued by the description I had to admit that it also sounded pretty crazy and I was secretly a bit afraid that „The Flight of the Silvers“ might turn out to be a completely disaster – especially since I’m far away from being a hardcore science fiction fan but I actually do like wrecking my brain with a thought-provoking time travel story from time to time because I like playing around in my head with all the „what ifs“. (mehr …)

Wenn man Brünhilde Blum zu Beginn von „Totenrausch“, dem dritten und abschließenden Roman um Bernhard Aichners unkonventionelle Heldin, erlebt, dann könnte man fast den Eindruck bekommen, die Bestatterin und Mutter hätte all die Torturen der ersten beiden Bände („Totenfrau“ und „Totenhaus“) endlich hinter sich gelassen und könnte mit ihren beiden Kindern in ein neues Leben starten. Wir erinnern uns: Blum rächte auf eigene Faust den Mord an ihrem geliebten Ehemann und ließ die Leichen der Täter in den Särgen ihrer „Klienten“ verschwinden, bis diese schließlich eher zufällig entdeckt wurden und die Polizei dadurch der Rächerin auf die Spur kam. Ihre Flucht hat Blum nun bis auf die norwegischen Lofoten verschlagen, wo sie fernab ihrer Sorgen, der Strafverfolgung und all der Toten, die inzwischen ihren Weg pflastern, endlich einmal durchschnaufen kann. Um sich jedoch tatsächlich eine dauerhafte neue Existenz aufzubauen, braucht Blum ein richtiges Zuhause, einen Job und vor allem eine neue Identität und damit zuallererst einmal neue Pässe für sich und ihre Töchter. Also führt ihr Weg nach Deutschland, wo sie im Hamburger Rotlichtviertel den Zuhälter Egon Schiele um entsprechende Dokumente bittet, der dafür allerdings – welch Überraschung – eine entsprechende Gegenleistung fordert. Und weil Blum weder das nötige Kleingeld hat, noch bereit ist, mit dem schmierigen Schiele ins Bett zu steigen oder sogar für ihn anschaffen zu gehen, bietet sie eben das an, was sie neben dem Einbalsamieren von Leichen mittlerweile am besten kann: einen Mord für ihn zu begehen. (mehr …)

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