Mit der zunehmenden Ausbreitung von Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter steigen bei vielen auch die Sorgen um die Sicherheit von persönlichen Informationen oder sogar vor meist anonym verfassten Hassnachrichten, Beleidigungen und Bedrohungen – wer sich im Internet präsentiert, riskiert damit auch, früher oder später zur Zielscheibe zu werden. In ihrem Thriller „R.I.P.“ treibt die isländische Autorin Yrsa Yrsa Sigurðardóttir diese Gefahr auf die Spitze, was vor allem die junge Schülerin Stella auf dramatische Weise zu spüren bekommt. Zunächst erhält sie während ihrer Spätschicht in einem Kino beunruhigende Nachrichten von einem Fremden, wenig später wird sie dann sogar in der Toilette brutal attackiert und misshandelt. Besonders perfide an der Tat: ihr Peiniger filmt das grausame Geschehen und sendet die Videoclips via Snapchat an die Freunde des Mädchens. Als die Polizei alarmiert wird, hat der Täter Stella bereits verschleppt und nur die Spuren im Kino zeugen von dem schrecklichen Verbrechen. Auch wenn die Einsatzkräfte umgehend die Ermittlungen aufnehmen, lassen die Aufnahmen der Überwachungskameras nur einen traurigen Schluss zu: egal ob es der Polizei gelingt, Stella zu finden oder nicht – für das Leben des Mädchens kommt jede Hilfe zu spät…

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„Der Marsianer“ in Blau ‒ das könnte man im ersten Moment denken, wenn man sich das deutsche Cover des neuen Romans „Der Astronaut“ von Bestsellerautor Andy Weir anschaut. Nicht nur dass der Titel ähnlich schlicht und prägnant gehalten ist, auch das Bildmotiv ist oberflächlich betrachtet nahezu identisch mit dem Werk, mit dem der amerikanische Autor seinen Durchbruch geschafft hat und welches nicht nur praktisch allen Ecken der Erde erfolgreich war, sondern einen nicht weniger profitablen Hollywood-Blockbuster mit Matt Damon nach sich gezogen hat ‒ nur eben mit dem Unterschied, dass das Cover diesmal in verschiedenen Blautönen statt des knalligen Rot-Orange des Marsianers gehalten ist.

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Man muss kein Vielleser im (Psycho-)Thriller-Genre sein, um schon mal über Paula Hawkins‘ „Girl on the Train“ gestolpert zu sein – schließlich grüßt der 2015 erschienene Bestseller-Roman der britischen Schriftstellerin zum einen auch heute noch häufig prominent von den Regalen von Buchhandlungen und Bibliotheken, zum anderen hat sicherlich auch die sehr erfolgreiche Verfilmung der Geschichte (u.a. mit Hollywoodstar Emily Blunt) zur großen Popularität des Buches beigetragen. Wie so oft sorgt dies natürlich für eine große Erwartungshaltung für nachfolgende Werke, die fairerweise meist kaum eine Chance haben, an den ursprünglichen Erfolg des ersten Bestsellers anzuknüpfen. Im Fall von Paula Hawkins heißt dieser Folgeroman „Into the Water“ und wird in der deutschen Übersetzung ergänzt vom etwas überflüssigen (und auch inhaltlich nicht ganz stimmigen) Untertitel „Traue keinem. Auch nicht dir selbst.“ (mehr …)

Die zweite Zusammenarbeit der norwegischen Bestsellerautoren Thomas Enger und Jørn Lier Horst beginnt mit einem Knalleffekt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Pünktlich zum Jahreswechsel erschüttert nämlich in der Silvesternacht eine heftige Explosion den Osloer Hafen, die mehrere Menschen das Leben kostet und viele weitere zum Teil schwer verletzt. Unmittelbar bei dem schrecklichen Ereignis vor Ort ist zufällig auch Kriminalkommissar Alexander Blix, eine der beiden Hauptfiguren der Krimi-Trilogie, die mit „Blutzahl“ ihren Anfang nahm und nun mit „Blutnebel“ fortgeführt wird. Der erschütternde Anschlag in Norwegens Hauptstadt führt Blix erneut mit Emma Ramm zusammen, die sich dank der gemeinsamen Ermittlungen im Vorgängerband inzwischen von der Klatsch-Bloggerin zur Kriminalreporterin hochgearbeitet hat. Allerdings hat das Wiedersehen des erfahrenen Polizisten mit der jungen Journalistin auch einen traurigen Hintergrund, denn eines der Todesopfer der Explosion ist ausgerechnet Emmas Freund Kaspar. (mehr …)

Der Rechtsanwalt und Bestsellerautor John Grisham hat seit seinem schriftstellerischen Erstlingswerk 1989 („Die Jury“) zwar inzwischen schon mehrere Dutzend (meist sehr erfolgreiche) Bücher geschrieben, Fortsetzungsromane zählen allerdings bis auf wenige Ausnahme nicht gerade zu den Markenzeichen des Amerikaners. Vor diesem Hintergrund überrascht es ein wenig, dass ausgerechnet ein für ihn eher untypisches Buch einen Nachfolger erhält, denn „Das Manuskript“ ist die Fortsetzung von „Das Original“ – einer Geschichte, die nichts mit den von Grisham in Realität und Fiktion sonst so häufig besuchten Gerichtssälen zu tun hatte und stattdessen einen fast schon gemütlichen literarischen Krimi auf einer paradiesischen Insel bot. (mehr …)

Am 29. Januar 2011 gewann die Belgierin Kim Clijsters zum ersten Mal die Australian Open, Borussia Dortmund hatte nach einem 3:0-Sieg in Wolfsburg 14 Punkte Vorsprung auf den FC Bayern und war damit auf dem besten Wege zur Deutschen Meisterschaft (ja, damals gab es noch andere Titelträger als die ewigen Münchner…) und Peer Kusmagk setzte sich gegen Schwimmer Thomas Rupprath und Schauspiel-Kollegin Katy Karrenbauer durch und ließ sich von den RTL-Zuschauern zum Dschungelkönig krönen. Und irgendwann an diesem Wintersamstag setzte sich ein damals 23-jähriger Mediengestalter an seinen Computer und kam auf die Idee, es doch einmal mit einem Buchblog zu versuchen…

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Manchmal braucht es nicht viel, um die Handlung für einen Thriller auf die Beine zu stellen. Im Fall des Iren James Delargy und seines Romans „55 – Jedes Opfer zählt“ sind es eine Kleinstadt im australischen Outback, ein Polizist und zwei Verdächtige – sogar auf eine Leiche verzichtet der Autor zumindest anfangs komplett und das obwohl sich die Geschichte um einen Serienkiller dreht. (mehr …)

Was haben die vom schwedischen Bestsellerautor Stieg Larsson erschaffenen Charaktere Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist mit einer Expedition auf dem Mount Everest zu tun? Im ersten Moment nichts, im zweiten eigentlich auch nicht und selbst nach reiflicher Überlegung dürfte Leser:innen der weltberühmten „Millennium“-Reihe wohl kein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen den Kultfiguren und dem höchsten Berg der Erde einfallen. „Vernichtung“, der insgesamt sechste Band der Serie, bringt aber genau diese völlig gegensätzlichen Elemente in einen Zusammenhang – und das Ergebnis ist überraschend plausibel. (mehr …)

Lange fünf Jahre nach der ersten Staffel ist die Hörspielreihe „Sherlock & Watson: Neues aus der Baker Street“ endlich zurück – zwar noch nicht gleich mit allen fünf neuen Episoden, dafür aber immerhin mit einem Doppelpack zum Auftakt (die restlichen drei Folgen erscheinen im Januar, Februar und März 2021). Nachdem „Die Crumply-Morde oder Das Zeichen der Vier“ den Anfang gemacht hat, geht es in Episode sieben mit dem „Skandal im Bohemia“ weiter. An dem grundlegenden Konzept der Reihe hat sich natürlich auch diesmal nichts geändert, wie gehabt verlegt „Sherlock & Watson“ die legendären Sherlock-Holmes-Erzählungen von Sir Arthur Conan Doyle ähnlich wie die erfolgreiche BBC-Serie „Sherlock“ in die Gegenwart und lässt den berühmten Meisterdetektiv und seinen Kompagnon Dr. John Watson im London des 21. Jahrhunderts ermitteln. (mehr …)

Fünf Jahre sind vergangen, seit Der Audio Verlag im Herbst 2015 den Detektivgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle ein neues Gewand verpasst und die Hörspielreihe „Sherlock & Watson: Neues aus der Baker Street“ an den Start geschickt hat – aufwendig produziert und mit vielen bekannten Schauspielern und Sprechern prominent besetzt, allen voran Johann von Bülow als Meisterdetektiv Sherlock Holmes und Florian Lukas in der Rolle seines kongenialen und treuen Freundes Dr. John Watson. In fünf Fällen ermittelten die beiden damals ähnlich wie Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in der BBC-Serie „Sherlock“ im London der Neuzeit, frei nach den Motiven der Originalgeschichten aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nach dem dramatischen Ende der ersten Staffel war es jedoch ruhig geworden um die Hörspielproduktion, doch rund viereinhalb Jahre nach Veröffentlichung der fünften Folge dürfen sich Fans der Reihe nun endlich über das langerwartete Comeback von „Sherlock & Watson“ freuen – zunächst mit zwei neuen Episoden im Oktober 2020, bevor dann im Januar, Februar und März 2021 die drei restlichen Fälle der zweiten Staffel folgen. (mehr …)

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