Mit dem Erscheinen von „Bloodless: Grab des Verderbens“ umfasst die Thriller-Reihe um den exzentrischen FBI-Agenten Aloysius Pendergast nun sagenhafte 20 Bände, in denen nicht nur der ungewöhnliche Ermittler alle erdenklichen Höhen und Tiefen durchmachen musste – sondern auch die Leser:innen. Während der allererste Pendergast-Roman „Relic: Museum der Angst“ und die frühen Folgebände für die meisten Preston/Child-Fans wohl nach wie vor die goldene Ära der Reihe darstellen, war die Qualität der letzten Bände zum Teil doch sehr schwankend und man hatte im Verlauf der Serie nicht nur einmal das Gefühl, dass diese ihren Zenit überschritten hatte. (mehr …)

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass Anette Strohmeyer eine Abneigung gegen deutsche Skandinavien-Urlauber entwickelt, sobald sie ihr „nordisches“ Pseudonym Anne Nørdby überstreift, denn wie schon in „Kalter Strand“ hat es die mittlerweile in Kopenhagen lebende Autorin in „Kalte Nacht“ auch beim zweiten Auftritt ihres Ermittlers Tom Skagen auf die Touristen aus ihrem Heimatland abgesehen. Während im ersten Band eine deutsche Familie in einer dänischen Ferienhaussiedlung einen regelrechten Höllentrip erlebte, trifft es diesmal die Hamburger Familie Nowak, die sich in einem südschwedischen Dorf ihre ganz persönliche Urlaubsidylle aufbauen wollte. Doch der Traum vom Schweden-Klischee im renovierten roten Holzhaus mitten im Wald findet im beschaulichen Hultsjö ein jähes und schreckliches Ende, als der Wagen der vierköpfigen Familie zerschellt am Baum neben einer Landstraße gefunden wird. Der Vater wurde offenbar beim Aufprall getötet, die ältere Tochter liegt ebenfalls tot auf der Rückbank und ihre jüngere Schwester schwer verletzt auf dem Beifahrersitz. Ein tragischer Unfall, der bei der Polizei aber schnell beunruhigende Fragen aufwirft, denn zum einen fehlt von der Mutter jede Spur, zum anderen war das ältere Mädchen offenbar bereits verstorben, bevor das Auto von der Straße abkam… (mehr …)

„Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt.“ Dieses berühmte Zitat des früheren Fußballmanagers Rudi Assauer lässt sich in gewisser Weise auch auf den sechsten Band der Rönning/Stilton-Reihe des Autorenpaares Cilla und Rolf Börjlind anwenden, nur ist es in „Kaltes Gold“ sogar eine alte Leiche, die vom geschmolzenen Schnee und Eis in den Bergen Lapplands freigelegt wird. Allerdings handelt es sich bei dem Toten offenbar nicht um einen zu wagemutigen Wanderer, der im Fjäll in Nordschweden verunglückte, denn die Schussverletzungen in Rücken und Kopf der Leiche deuten eindeutig auf ein kaltblütiges Gewaltverbrechen hin. Also wird Polizistin Olivia Rönning von ihrem neuen Vorgesetzten hinauf in den Ort Arleplog geschickt, um sich selbst einen Eindruck über den Fundort zu machen und Hinweise für die Aufklärung des offenbar rund 20 Jahre zurückliegenden Verbrechens zu machen. (mehr …)

Rund sechs Monate sind vergangen, seit die beiden Polizisten Signe Kristiansen und Martin „Juncker“ Junckersen in „Winterland“ die Geschehnisse um einen verheerenden Terroranschlag mit zahlreichen Toten und Verletzten in Kopenhagen aufgeklärt haben – wobei von einer lückenlosen Aufklärung auch ein halbes Jahr nach der Katastrophe eigentlich keine Rede sein kann. Die Attentäter konnten zwar gefasst werden, kamen im Rahmen des Zugriffs aber ums Leben, sodass die genauen Tathergänge und Verbindungen zu möglichen Hintermännern nie richtig ermittelt wurden. Ganz im Gegenteil deuteten viele Hinweise auf eine regelrechte Verschwörung hin, deren Aufdeckung möglicherweise sogar von höchsten politischen und geheimdienstlichen Kreisen behindert werden sollte. (mehr …)

„Goodnight, Malaysian Three Seven Zero.“ Mit diesen fünf Worten meldete sich Flugkapitän Zaharie Ahmad Shah am 8. März 2014 um 1.19 Uhr bei der malaysischen Luftverkehrskontrolle in Kuala Lumpur ab, kurz bevor er den Luftraum des südostasiatischen Staates verlassen würde – es sollten die letzten Worte sein, die man von einem Menschen an Bord des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 jemals hören wurde. Kurz danach riss die Verbindung zum in Kuala Lumpur gestarteten Flugzeug ab, welches niemals an seinem Ziel in Peking ankommen sollte. (mehr …)

Dass man als US-Präsident aus strafrechtlicher Sicht praktisch unantastbar ist, hat nicht zuletzt die umstrittene Amtszeit von Donald Trump jüngst eindringlich unter Beweis gestellt. Doch wie wäre es, wenn sich das wohl mächtigste Staatsoberhaupt der Welt tatsächlich einmal für von ihm begangene oder abgesegnete Verbrechen vor einem neutralen Gericht verantworten müsste? Ein solches Szenario entwirft Bestsellerautor Marc Elsberg in seinem neuen Thriller „Der Fall des Präsidenten“, allerdings ist der hier zur Rechenschaft gezogene Douglas Turner zum Zeitpunkt seines vermeintlichen Niedergangs bereits aus dem Amt gewählt worden – Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen mit den Initialen D.T. sind dabei natürlich rein zufällig… (mehr …)

„Meeressarg“ ist wieder mal eines dieser Bücher, bei denen man sich im Nachhinein fragt, ob der/die Verfasser/in des Klappentextes den Roman überhaupt gelesen hat. Beworben wird der sechste Krimi von Stefan Ahnhem nämlich u.a. großspurig mit den Worten „Fabian Risk gegen seinen Erzfeind“ – was letzten Endes vielleicht stimmen mag, die Geschichte aber ähnlich unzutreffend wiedergibt wie der Rest der Kurzbeschreibung. (mehr …)

„Doppelt hält besser“ – diese Redewendung drängt sich förmlich auf, wenn man die Entwicklung der skandinavischen Kriminalromane in den letzten Jahren näher verfolgt hat. Ob Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt, Cilla und Rolf Börjlind, Alexandra und Alexander Ahndoril (unter dem Pseudonym „Lars Kepler“) oder zuletzt Thomas Enger und Jørn Lier Horst oder Kim Faber und Janni Pedersen – Autorenduos scheinen im hohen Norden derzeit voll im Trend zu liegen und der Erfolg ihrer verschiedenen Romanreihen gibt diesem Konzept meist auch absolut Recht. Die neuesten Namen, die sich nun in diese jüngste Tradition einreihen, sind die der Investigativjournalistin Line Holm und der Fernsehmoderatorin und Kriminalreporterin Stine Bolther. (mehr …)

„Bluttat“ ist nach „Blutzahl“ und „Blutnebel“ die dritte Zusammenarbeit der norwegischen Bestsellerautoren Thomas Enger und Jørn Lier Horst und zugleich auch der dritte Roman um den Kriminalkommissar Alexander Blix und die Reporterin Emma Ramm. Und für Fans der als Trilogie angelegten Reihe beginnt der Abschlussband gleich mit mehreren Aufregern: zuvorderst findet sich Alexander Blix zu Beginn der Geschichte in einem Verhörraum wieder – allerdings diesmal nicht in der Rolle des Vernehmenden, sondern der des Verdächtigen. Kurz zuvor hat er einen Mann mit vier Schüssen getötet und die Situation legt nahe, dass Blix dabei womöglich nicht im Rahmen seiner Befugnisse gehandelt hat. Sein Dilemma ist jedoch noch größer, denn neben seiner misslichen Lage steht es auch um seine Tochter Iselin sehr schlecht, denn diese liegt zum Zeitpunkt des Verhörs schwer verletzt in der Notaufnahme und kämpft um ihr Leben. Und als wäre das noch nicht genug für einen hochexplosiven Auftakt, so lässt das Duo Enger/Lier Horst gleich zu Beginn auch noch eine beliebte Figur über die Klinge springen, denn Blix’ sympathische Kollegin Sofia Kovic wurde in ihrer eigenen Wohnung attackiert und kaltblütig hingerichtet. (mehr …)

Rund ein Jahr ist es nun her, dass Detective Inspector Cormac Reilly seine Karriere bei der Anti-Terror-Einheit in Dublin aufgegeben hat und seiner Lebensgefährtin Emma zuliebe mit ihr in die Hafenstadt Galway gezogen ist, wo diese eine Position als Biologin in einem angesehenen Forschungslabor angetreten hat. Während die Luftveränderung für Emmas Laufbahn ein voller Erfolg war, tritt Reilly nach wie vor beruflich auf der Stelle und wird von seinen Vorgesetzten mit alten Akten abgespeist und von seinen nun nicht mehr ganz so neuen Kollegen immer noch kritisch beäugt. Doch ausgerechnet als Cormac endlich einen aktuellen Fall übernehmen darf überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: von seiner aufgewühlten Freundin wird er abends zu deren Arbeitsstelle an der Universität von Galway gerufen, wo Emma zuvor die Leiche einer jungen Frau aufgefunden hat. Die Studentin wurde kurz zuvor von einem Auto überfahren, dessen Fahrer:in sich danach vom Tatort entfernt hat. Bei der Toten handelt es sich offenbar um ein prominentes Opfer, denn die Frau ist laut ihrem Ausweis die Enkelin von John Darcy, dem CEO von Irlands größtem Pharmaunternehmen und überdies Auftraggeber von Emma Forschungsarbeiten… (mehr …)

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