Der berühmteste Detektiv der Welt wird 40 – für die meisten wohl ein Grund zu feiern, doch der sonst trotz seines ausgeprägten Selbstbewusstseins eher medienscheue Sherlock Holmes hätte sich wohl nur schwer vorstellen können, dass er sein Jubiläum auf einer rauschenden Party mit dem politischen und gesellschaftlichen „Who’s who“ Londons feiert. Doch ungewöhnliche Fälle erfordern ungewöhnliche Maßnahmen und weil Holmes nach jahrelanger Auseinandersetzung mit seinem Erzfeind Moriarty dessen kriminellen Machenschaften endlich ein Ende setzen will, wagt sich der Detektiv entgegen seiner Natur in die schillernde Öffentlichkeit. Alles in der Absicht, dadurch Moriarty zum ultimativen Showdown herauszufordern – ein Duell, das Sherlock Holmes womöglich das größtmögliche Opfer fordern könnte… (mehr …)

Erst im Sommer 2019 gelang dem im englischen Leeds geborenen und immer noch dort lebenden Autor Alex North mit seinem Roman „Der Kinderflüsterer“ der Durchbruch als Schriftsteller, kaum ein Jahr später steht bereits der Nachfolger „Der Schattenmörder“ in den Regalen der Buchhändler. Die Erwartungen an das Buch dürften dabei hoch sein, denn das Debüt wurde unter anderem als „Der aufregendste Spannungsroman des Jahres“ bzw. sogar als „Der beste Spannungsroman der letzten zehn Jahre“ gefeiert. Das dürfte sicherlich etwas hoch gegriffen gewesen sein und vielen anderen Krimis und Thrillern der letzten Dekade Unrecht tun, nichtsdestotrotz war „Der Kinderflüsterer“ ein packendes Thriller-Drama, welches insgesamt durchaus verdient von Leser*innen und Presse überwiegend hochgelobt wurde. (mehr …)

„Landluft tut gut“ – was viele schon als Kind eingebläut bekommen, kann auch einem Meisterdetektiv kaum schaden, denkt sich zumindest Dr. John Watson, Geschäftspartner und treuer Freund des nach eigener Auffassung wohl weltbesten Ermittlers Sherlock Holmes. Dieser hat nämlich gerade mit den Nachwirkungen seines letzten Falls, der international für Aufruhr sorgenden „Breitraum-Affäre“, zu kämpfen und ist von den dramatischen Ereignissen komplett erschöpft – auch ein Meisterdetektiv ist offenbar nicht vor einem Burn-Out gefeit. Da Holmes‘ Zustand und vor allem sein neuerlicher Umgang mit Betäubungsmitteln für sein Umfeld immer besorgniserregender werden, zieht Watson die Reißleine und schleppt Sherlock mit aufs Land zu seiner alten Freundin Haffat, einer ehemaligen Patientin aus seiner Militärzeit, die in der idyllischen Grafschaft Somerset im Südwesten Englands ihr Domizil hat. Dort soll sich Holmes in aller Ruhe und weit entfernt von der heimischen Baker Street von den Strapazen des Breitraum-Falls erholen. Doch wie das so oft bei sehr gefragten Verbrechensbekämpfern ist: wenn der Ermittler nicht zum Mord kommt, kommt der Mord eben zum Ermittler… (mehr …)

Für viele Fans skandinavischer Kriminalromane sind die beiden Autoren Thomas Enger und Jørn Lier Horst bereits so etwas wie „alte Bekannte“. Ersterer hat seit 2010 mit der fünfteiligen Romanreihe um den Osloer Journalisten Henning Juul für Aufsehen gesorgt, letzterer ist sogar schon seit 2004 im Krimigeschäft und hat inzwischen mehr als ein Dutzend Romane mit seinem Ermittler William Wisting geschrieben, darunter zuletzt die neue „Cold Cases“-Serie, eine Art Spin-Off der bisherigen Wisting-Krimis, jedoch mit gleicher Hauptfigur. Von beiden Autoren darf man annehmen, dass sie wissen, was sie tun, denn Thomas Enger ist ausgebildeter Journalist und Jørn Lier Horst sogar ehemaliger Kriminalkommissar bei der norwegischen Polizei. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen also für ein gemeinsames Buchprojekt und so dürften Krimifans durchaus hohe Erwartungen an „Blutzahl“ haben, den Auftaktband ihrer neuen Thriller-Reihe. (mehr …)

Was macht einen Menschen zum Mörder? Diese Frage stellen sich nicht nur Psychologen und Kriminalisten seit Jahrhunderten und gerade in der heutigen Zeit besonders immer dann, wenn man in den Medien mal wieder mit einer Schreckensmeldung über ein neuerliches grausames Verbrechen konfrontiert wird. Werden die Täter bereits böse geboren, haben Erziehung und Umfeld einen Einfluss auf die Entwicklung vom „normalen“ Bürger zum Straftäter, ist es eine Mischung von mehreren Faktoren oder liegt die Ursache dafür womöglich sogar in den Genen oder anderen medizinischen Veranlagungen? (mehr …)

Es gehört schon ein gewisses Maß an Kreativität dazu, aus dem inzwischen meist doch etwas uninspiriertem (oder um es boshaft zu formulieren „ausgelutschtem“) Zombie-Subgenre auf originelle Weise hervorzustechen. Das jedoch ist dem US-amerikanischem Autor Max Brooks mit seinem Roman „Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot“ gelungen. Wem dieser zugegeben etwas alberne deutsche Titel nichts sagt, der hat vielleicht schon eher mal etwas von „World War Z“ gehört, dem Action-Blockbuster von und mit Hollywoodstar Brad Pitt aus dem Jahr 2013. Trotz des kommerziellen Erfolges dieses Streifens wurde der überwiegend dann doch in übliche Genre-Klischees abdriftende Film der Romanvorlage nicht gerecht, was wenig überrascht, wenn man den Kommentar von Autor Max Brooks zur Umsetzung liest: „They didn’t ruin my book, they ignored it.“ Denn was das Buch vom meist typischen Zombie-Splatter abgehoben hat, beschreibt der Originaltitel des Romans schon recht treffend: „An Oral History of the Zombie War“. Dahinter verbergen sich (natürlich fiktive) Augenzeugenberichte über eine globale Zombie-Epidemie, die fast schon in einem Sachbuch-artigen Stil auf den ersten „Z-Weltkrieg“ zurückblicken – mal aus medizinischer, mal aus politischer und mal aus ganz alltäglicher Sicht, und das aus allen Ecken der Welt. (mehr …)

In einem sind sich die meisten Science-Fiction-Autoren offenbar einig: die Menschheit blickt nicht gerade rosigen Zeit entgegen. Auch Jason M. Hough reiht sich in die Phalanx der Pessimisten ein, denn in seinem Roman „Darwin City“ steht die menschliche Rasse wie der Untertitel „Die Letzten der Erde“ verrät ganz dicht vor dem Abgrund – mal wieder. (mehr …)

Als Fußballfan hat man auf dem deutschen (Mainstream-)Zeitschriftenmarkt seit vielen Jahren die Qual der Wahl zwischen den großen Drei: rund um das Tagesgeschäft kämpfen die beiden Rivalen „kicker“ und „SportBILD“ um die Vormachtstellung, wobei die eine Hälfte der Leser auf die vermeintliche Seriosität des mittlerweile 100-jährigen Sportmagazins schwört und die andere auf die zumindest im Sportbereich oft sehr gut vernetzten Quellen der SportBILD-Redaktion setzt und die gerne etwas sensationsgierige Berichterstattung des Axel Springer Verlags mehr oder weniger zähneknirschend in Kauf nimmt, um immer die aktuellsten Infos zu bekommen und bei den neuesten Gerüchten mitreden zu können. (mehr …)

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Krimi- und Thrillerreihen gibt es in der Buchbranche bekanntlich wie Sand am Meer, und wohl kaum eine Stadt dürfte dabei als Schauplatz bei Autor*innen und Leser*innen gleichermaßen so beliebt sein wie London – die Heimat von Jack the Ripper, Sherlock Holmes und unzähligen anderen Schurken und Ermittlerfiguren. Das ist aufgrund der Vielseitigkeit und der bewegten Historie der englischen Hauptstadt sicherlich nicht überraschend, macht es für Schriftsteller*innen aber alles andere als leicht, sich im literarischen Großstadtdschungel der Metropole zu behaupten. Umso bemerkenswerter ist es daher, dass Tony Parsons seinen Helden, Detective Constable Max Wolfe, in „Die ohne Schuld sind“ bereits in seinen sechsten Einsatz schickt (nicht berücksichtigt sind dabei die drei zusätzlich erschienenen Novellen). (mehr …)

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Fünf Bände umfasst die Krimi-Reihe des schwedischen Autorenpaares Cilla und Rolf Börjlind mittlerweile und auch wenn sich die beiden dabei gerne durchaus typischer Elemente vor allem skandinavischer Genrevertreter bedienen, so sind sie seit dem ersten Buch immer auch ihren eigenen Weg gegangen. Das zeigt sich vor allem bei den Charakteren, denn wo sich die meisten Autoren auf **eine** prägnante Ermittlerfigur (wie z.B. Henning Mankells Kommissar Wallander oder Jo Nesbøs Harry Hole) oder vielleicht noch ein Duo (wie Stieg Larssons Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist) konzentrieren, setzen die Börjlinds dagegen fast schon auf einen kompletten Cast. So werden die Bücher zwar gerne mal als „Rönning & Stilton“-Reihe bezeichnet, allerdings sind die junge Polizistin Olivia Rönning und der vom einem turbulenten Leben gezeichnete Ex-Ermittler Tom Stilton nur zwei Figuren von vielen, die in den Geschichten nahezu gleichberechtigt eine Rolle spielen und in den bisherigen Bänden sowohl gemeinsam als auch jeder für sich bereits einiges erlebt haben. (mehr …)

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