TTT“Top 10 Tuesday” ist ein wöchentliches Meme von The Broke and the Bookish

Die ersten sechs Monate des Jahres sind rum und damit ist der Juli-Anfang eine gute Gelegenheit, um eine erste kleine Zwischenbilanz des Lesejahres 2015 zu ziehen. Da ich im Laufe des letzten Jahres einen Großteil meiner SuB-Leichen abgearbeitet habe und kaum noch ungeliebte ungelesene Titel in meinen Regalen stehen fällt die Durchschnittswertung mit 7,39 von 10 Punkten bei insgesamt bisher 83 gelesenen Büchern insgesamt sogar ziemlich gut aus, trotzdem war die erste Jahreshälfte gefühlt etwas arm an den wirklichen Highlights. So habe ich bei gerade einmal 13 Büchern 9 oder 10 Punkte bzw. 5 Goodreads-Sterne vergeben und mit „Verblendung“ und „The Maze Runner“ waren zwei davon sogar Rereads. Hier darf der Rest des Jahres in der Spitze gerne etwas breiter werden. Das hat auf der anderen Seite aber den Vorteil, dass mir die Auswahl für den Top-10-Tuesday-Beitrag dieser Woche recht leicht fiel, weil sich die Liste fast von selbst ergeben hat und nur noch entsprechend sortiert werden musste. Hier also nun meine 10 bisherigen Lieblingsbücher des Jahres 2015:

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Hätte man mir Anfang des Jahres gesagt dass in meinen Top 3 der ersten Jahreshälfte gleich zwei Fantasyromane vertreten sind und beide auch noch aus der Feder von Brandon Sanderson stammen, hätte ich das als dem Genre eher etwas skeptisch gegenüberstehender Krimi- und Thriller-Leser wohl mit einem abschätzigen Lächeln abgetan. Tatsächlich habe ich die „Mistborn“-Trilogie aber förmlich verschlungen und während ich schon vom ersten Band sehr angetan war, hat mich „The Well of Ascension“ dann komplett begeistert. „The Hero of Ages“ war dann aber tatsächlich noch einmal besser und gerade in der zweiten Buchhälfte einfach nur überwältigend perfekt. Ich hatte jetzt schon ein paar Wochen Zeit das Ende zu verdauen und bin immer noch der Meinung, dass ich noch nie eine so gute Auflösung einer Buchreihe gelesen habe.

Komplettiert wird das Treppchen von „More than this“ von Patrick Ness. Ich liebe einfach Bücher, in denen man keine Ahnung hat worum es eigentlich geht und die einen aber trotzdem total an die Geschichte fesseln. Wenn die Geschichte dann auch noch so emotional berührt wie diese sehr surreale Story, springt dabei eben ein völlig verdienter zweiter Platz heraus.

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Nur haarscharf am Podium vorbeigeschrammt ist Libba Brays „The Diviners“, das mich nicht nur mit der grandiosen Atmosphäre des New Yorks der 1920er-Jahre, sondern auch einer unerwartet spannenden und düsteren Serienkiller-Story fesseln konnte.

Ähnlich düster ging es auch in „Bird Box“ von Josh Malerman zu, das nach langer Zeit endlich mal wieder ein Horrorroman war, bei dem ich mich tatsächlich gruseln konnte. Dabei geht es in der Geschichte eigentlich eher ruhig zu, Malerman schafft es aber sehr geschickt dass sich das Grauen zu großen Teilen nur in der Fantasie des Lesers abspielt. Für Gruselfans eine ganz klare Leseempfehlung!

Kurz vor Toreschluss in die Hitliste hineingesprungen ist auch noch „One by one“, der fünfte Band der Robert-Hunter-Reihe von Thriller-Spezialist Chris Carter. Wie gewohnt geht es auch hier teilweise wieder sehr heftig und verstörend zur Sache, das wahre Highlight ist aber die superspannende Story, bei der ich mich stellenweise kaum getraut habe die Seiten umzublättern.

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„Red Rising“ von Pierce Brown war das erste große Highlight meines Lesejahres und konnte mich vor allem mit dem sehr hohen Spannungsniveau und der oft erschreckend kompromisslosen Story packen. Die Fortsetzung „Golden Son“ fand ich auch sehr gut, die spannenden taktischen Gefechte in einem „Hunger Games“-ähnlichen Setting haben mir beim Trilogie-Auftakt aber einen Tick besser gefallen.

Mit „Firefight“, der Fortsetzung von „Steelheart“, hat es dann schon der dritte Titel von Brandon Sanderson in diese Top 10 geschafft. Zwar fand ich den ersten Band ein klein wenig besser, Teil 2 der Reckoners-Trilogie bietet aber erneut eine sehr spannende Geschichte mit interessanten Schurken und coolen Superkräften.

Auf Platz 9 ist dann auch endlich der erste Kriminalroman zu finden, doch „Die Frauen, die er kannte“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt hat sich diese Platzierung mit der spannenden Story und den unglaublich gut ausgearbeiteten Charakteren redlich verdient.

Abgeschlossen wird die Rangliste von Tom Callaghans „Blutiger Winter“, das nicht nur mit dem außergewöhnlichen und sehr atmosphärischen Schauplatz Kirgisistan punktet, sondern auch mit einem starken Ermittler voller Ecken und Kanten, einer komplexen und packenden Story und der gnadenlosen Kompromisslosigkeit überzeugt.

Was waren eure Lesehighlights im 1. Halbjahr 2015?


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