Label:
Titania Medien
Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Christian Stark, Polonca Olszak etc.
Länge: 84 Minuten

Inhaltsbeschreibung von Titania Medien:
London im Herbst 1888: die Stadt hält den Atem an. Im East-End werden in kurzen Abständen auf brutalste Weise Huren ermordet. Ein sehr persönliches Motiv lässt Sherlock Holmes die Ermittlungen aufnehmen. Wird er die grauenhafte Mord-Serie stoppen können?

Zum Hörspiel:
Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes wird unerwartet von Scotland Yard-Inspektor Frederick Abberline aufgesucht, der die aufsehenerregendenden Morde an zwei Prostituierten untersucht. Mary Ann Nichols und Annie Chapman wurden auf bestialische Weise getötet und der Polizist ist nun auf der Suche nach Holmes‘ Freund Dr. Watson, der kurz vor dem zweiten Mord zusammen mit dem Opfer gesehen wurde. Der Detektiv ist überrascht, wusste er doch bisher gar nicht, dass Watson sich von seiner Frau getrennt und zurück nach Whitechapel, dem Schauplatz der Morde, gezogen ist. Da sein Freund offenbar sogar als Verdächtiger bei Abberline auf der Liste steht, macht sich Holmes auf die Suche nach Watson und wird auch schon nach kurzer Zeit fündig. Wenig später werden die beiden jedoch Zeuge eines weiteren Prostituierten-Mordes, und die Anzeichen für einen brutalen Serienmörder verdichten sich…

„Sherlock Holmes: Im Schatten des Rippers“ ist die erste Folge der neuen Hörspielreihe von Titania Medien rund um den wohl bekanntesten Detektiv der Literaturgeschichte. Für den Einstieg haben sich die Macher dann gleich auch einen der spektakulärsten und geheimnisvollsten Kriminalfälle überhaupt herausgesucht, nämlich die Morde von „Jack the Ripper“, dem berühmten Serienmörder, dessen wahre Identität bis heute nicht geklärt werden konnte. Allerdings ermitteln Holmes und sein Partner Dr. Watson nicht wirklich in der Mordserie, sondern sind vielmehr als Beobachter in den Fall verwickelt bzw. in Person von Watson sogar kurzzeitig als Tatverdächtiger.

Was besonders auffällt ist die sehr düstere und bedrohliche Atmosphäre, die von den Produzenten erzeugt wurde. So hört man in den nächtlichen Szenen immer wieder fernes Hufgetrappel, das Rauschen des Windes oder hektische Schrittgeräusche, welche für eine herrlich ungemütliche Stimmung sorgen. Man fühlt sich teilweise, als wäre man selbst in den dunklen Gassen Londons im Jahr 1888 unterwegs. Zudem überzeugt das Hörspiel durch historische Fakten und ist über die gesamte Spielzeit sehr nahe an der tatsächlich Mordserie. So werden die Briefe des Rippers ebenso erwähnt wie die entfernte Niere eines Opfers, welche der Mörder seinem „From Hell“-Brief beigefügt hatte. Doch gerade durch diese Treue zur realen Vorlage ist „Im Schatten des Rippers“ nicht unbedingt das geeignete Hörspiel für Kinder. Es werden zum Beispiel die Verstümmelungen der Opfer detailliert geschildert – nicht gerade die perfekte Bettlektüre für die Kleinen…

Die Sprecher:
Bei der Produktion hat Titania Medien offenbar keine Kosten und Mühe gescheut und konnte so eine Reihe von namhaften Sprechern für das Hörspiel gewinnen. Der Meisterdetektiv selbst wird dabei von Joachim Tennstedt gesprochen, der bekannten Synchronstimme von John Malkovich, Jeff Bridges oder Mickey Rourke. Der deutsche „George Clooney“ Detlef Bierstedt verkörpert Dr. John Watson und in der Rolle der Haushälterin überzeugt besonders Regina Lemnitz (u.a. Whoopi Goldberg, Kathy Bates). Der heimliche Star des Hörspiels ist aber wohl Polonca Olszak als Mary Jane Kelly, das fünfte und vermutliche letzte Opfer des Rippers. Diese ist mit Watson bekannt und nimmt so eine größere Rolle in der Handlung ein. Dazu gehört auch die ein oder andere Gesangseinlage, welche der Sprecherin sehr gut gelungen sind.

Mein Fazit:
Sherlock Holmes trifft auf „Jack the Ripper“ – einen reizvolleren Stoff hätten sich die Produzenten für ihre neue Hörspiel-Reihe kaum aussuchen können. Die Handlung läuft dabei meist parallel zu der Mordserie und überschneidet sich an einigen Stellen, sodass die Geschichte sich sehr nah um die tatsächlichen Fakten des Falls dreht. Dabei besticht das Hörspiel neben den tollen Sprechern vor allem durch die hervorragende Soundkulisse, welche die düstere Atmosphäre der Schauplätze nahezu perfekt transportiert. Eingefleischte Sherlock Holmes-Fans mögen vielleicht kritisieren, dass der Meisterdetektiv in dieser Auftaktfolge selbst wenig meisterlich daherkommt. Auch er steht dem Serienmörder praktisch hilflos gegenüber, auf die sonst so genialen Beobachtungen und die berühmte Kombinationsgabe wartet man oft vergeblich. Darauf geht das Hörspiel jedoch in den letzten Minuten genauer ein und erklärt die eher passive Rolle Holmes‘. Insgesamt ist „Im Schatten des Rippers“ aber nichtsdestotrotz ein sehr gutes Hörspiel, welches mir persönliche große Lust auf die weiteren Folgen gemacht hat.

Meine Wertung: 9/10

Informationen:
„Sherlock Holmes: Im Schatten des Rippers“ ist bei Titania Medien erschienen und ist für ca. 7-9 Euro als Download oder CD bei den gängigen Anbietern erhältlich. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Titania Medien.


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