Der erste Monat des Jahres 2018 ist schon wieder Geschichte und hoffentlich seid ihr gut in das neue Lesejahr gestartet. Der Januar hat bereits einige Top-Titel geboten und wenn man auf die Neuerscheinungen der nächsten vier Wochen blickt, dürfte es auch im Februar spannend weitergehen.

Passend zur Jahreszeit wird es diesmal kalt und stürmisch und Krimi- und Thrillerfans dürfen sich unter anderem auf atmosphärische Schauplätze wie die norwegischen Lofoten, ein von Tornados heimgesuchtes Berlin, die eisige Südtiroler Bergwelt oder eine einsame Bohrinsel in der Nordsee freuen. Dabei haben zum einen deutsche Autorinnen und Autoren das ein oder andere Ass im Ärmel, aber es stehen auch der vielleicht meistgehypte Krimi des Jahres sowie ein Nominierter für den angesehenen britischen Man Booker Prize in den Startlöchern – da sollte wirklich für jeden was dabei sein 😉

Was in heller Nacht geschah – Karen Winter (1.2.)
Der Monat beginnt kalt, denn Karen Winters zweiter Psychothriller nach „Wenn du mich tötest“ spielt auf den Lofoten, der wunderschönen aber auch rauen und einsamen Inselgruppe in Norwegen. Hauptfigur der Geschichte ist die Autorin Judith Wagner, die nach ihrer Rückkehr auf die Lofoten plötzlich Szenen ihres eigenen Buches zu durchleben scheint: viele Situationen kommen  ihr seltsam bekannt vor und auch einige Menschen scheinen direkt aus ihrem Roman zu stammen – verliert die Schriftstellerin in der Abgeschiedenheit des hohen Nordens ihren Verstand oder steckt tatsächlich mehr hinter den rätselhaften Deja-vus? Die Buch-im-Buch-Story klingt auf alle Fälle interessant und mit einem der schönsten Gebiete Skandinaviens kann dieser Psychothriller sicherlich auch mit einer beeindruckenden Kulisse punkten.

The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle – Stuart Turton (8.2.)
Ein deutscher Erscheinungstermin dieses Titels lässt leider noch auf sich warten, Leser mit guten Englischkenntnissen dürfen sich im Februar aber schon auf einen der besten Thriller des ganzen Jahres freuen – zumindest wenn man dem Hype glaubt, denn „The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle“ wird bereits seit Wochen und Monaten auf dem internationalen Buchmarkt gefeiert und mit Lobeshymnen regelrecht überschüttet. Die Story klingt dabei ein bisschen wie eine mörderische Version von „Und täglich grüßt das Murmeltier“, denn die Titelfigur Evelyn Hardcastle wird während eines Balls im Haus ihrer Eltern immer wieder aufs Neue ermordet – und zwar so lange, bis Aiden Bishop, einer der Gäste der Veranstaltung, unter den Anwesenden ihren Mörder identifizieren und überführen kann. Klingt nach einer spannenden Kombination aus klassischem Krimi und interessanter Zeitschleifen-Thematik und soll sich zugleich an Fans von Agatha Christie als auch dem Christopher-Nolan-Film „Inception“ richten. Bleibt zu hoffen, dass das Buch a) dem Hype gerecht werden kann und b) in diesem Fall möglichst schnell seinen Weg auch in einen deutschen Verlag finden wird.

Schlüssel 17 – Marc Raabe (9.2.)
Marc Raabe hat sich mit seinen bisherigen Romanen „Schnitt“, „Der Schock“ und „Heimweh“ längst im Thrillergenre etabliert und wagt sich nun mit seinem neuen Buch zum ersten Mal an eine eigene Reihe. In „Schlüssel 17“ ermittelt LKA-Polizist Tom Babylon im Fall der Ermordung einer Pfarrerin, deren grausam entstellte Leiche auf bizarre Weise in der Kuppel des Berliner Doms aufgehängt wurde. Um den Hals der Toten findet sich ein Schlüssel mit der Zahl 17, welcher Tom auf einen Schlag mit einem traurigen Kapitel seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert – denn mit genau so einem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine Schwester. Hilfe bei den Ermittlungen bekommt Babylon von einer Psychologin, die sich jedoch nicht nur versucht, sich in den Kopf des Mörders zu versetzen, sondern auch mehr in die Psyche ihres Kollegen eintaucht, als diesem lieb ist…

Sturm – Uwe Laub (12.2.)
Es wird stürmisch im Februar, zumindest wenn es nach dem deutschen Autor Uwe Laub geht: In seinem neuen Thriller scheint das weltweite Klima völlig außer Kontrolle geraten zu sein und sorgt überall für rätselhafte Wetterphänomene, welche nicht nur ganze Ökosysteme kollabieren lassen, sondern auch für eine Welle der Verwüstung sorgen – so auch in Deutschland, wo unter anderem ein Tornado in der Hauptstadt wütet und sogar das Berliner Olympiastadion zerstört. Welche Ursache die Naturkatastrophen haben und ob die Welt noch zu retten ist, erfahren Thrillerfans ab dem 12. Februar.

Summer Girls – Jobien Berkouwer (12.2.)
„Summer Girls“ ist das Romandebüt der Niederländerin Jobien Berkouwer, die für das Thriller-Genre scheinbar beste Voraussetzungen mitbringt: sie ist nicht nur selbst als Profilerin tätig und arbeitete 15 Jahre in verschiedenen Abteilungen der holländischen Polizei, sondern fungiert auch als Beraterin von Firmen und Privatpersonen in Stalking- oder Erpressungsfällen. Passend dazu arbeitet auch ihre Hauptfigur Lot van Dijk als Fallanalytikerin, die zu Beginn der Geschichte gerade ihre Versetzung aus Amsterdam in die Provinz verarbeiten muss. Dort wird sie von ihren männlichen Kollegen belächelt und nicht ernst genommen, selbst als sie nach einem Leichenfund ihre Expertise einbringt und ein Täterprofil erstellt, das auf einen Serienkiller hindeutet. Als dann aber ein weiteres Opfer gefunden wird, wird der Fall für Lot zur großen Bewährungsprobe…

Nordwasser – Ian McGuire (13.2.)
Wer es bei der Spannungsliteratur lieber etwas anspruchsvoller mag, der sollte sich diesen Roman vormerken, denn Ian McGuires Werk wurde unter anderem 2016 für den Man Booker Prize, den wichtigsten britischen Literaturpreis nominiert. Das alleine ist zwar noch keine Garantie für ein gutes Buch, die Geschichte um den Schiffsarzt Patrick Sumner, der im Jahr 1859 auf einem Walfangschiff den Mord an einem Schiffsjungen aufklären will und sich dabei mit dem gewissenlosen Harpunier Henry Drax anlegt, scheint jedoch auch bei der internationalen Leserschaft gut anzukommen. Bei uns erscheint das Buch im dem Meer eng verbundenen mareverlag und dürfte damit ein passendes deutsches Zuhause gefunden haben – Fans von Abenteuerromanen wie „Der Seewolf“ oder „Moby Dick“ dürfte es freuen.

Der Totenmacher – Stuart MacBride (19.2.)
Der Schotte Stuart MacBride ist wohl in erster Linie für seine Reihe um den Ermittler Logan McRae bekannt, sein neues Werk ist jedoch ein Standalone-Thriller und dürfte sich damit auch an Leser richten, die bisher noch kein Buch des Autors gelesen haben. Hauptfigur von „Der Totmacher“ ist DC Callum MacGregor, der im Fall einer auf einer Mülldeponie aufgetauchten Mumie ermittelt. Zunächst wird noch vermutet, dass die Überreste aus einem Museum gestohlen und dort abgelegt wurden, doch anschließende Untersuchungen ergeben, dass der Mann vor noch gar nicht allzu langer Zeit noch am Leben war – und dann offenbar Opfer eines Serienkillers wurde. Ob Stuart MacBride auch ohne seinen Kult-Ermittler überzeugen und mit diesem Buch vielleicht sogar neue Fans für sich gewinnen kann, wird sich ab dem 19. Februar zeigen.

Red Sparrow – Jason Matthews (19.2.)
Am 1. März läuft der neue Film mit Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence in den deutschen Kinos an, die in „Red Sparrow“ die Rolle einer ehemaligen russischen Ballerina spielt, die nach einer Verletzung vom Geheimdienst angeworben und im titelgebenden „Red Sparrow“-Programm zur Agentin ausgebildet wird. Anschließend wird sie auf den CIA-Agenten Nathaniel Nash angesetzt, der in Moskau einen wichtigen Informanten – einen Verräter in Reihen des russischen Geheimdienstes – treffen will… Der erste Band der „Red Sparrow“-Trilogie erschien in Deutschland zwar schon 2015, hat aber damals offenbar nicht genug Fans gefunden, um auch die weiteren Bände hier zu veröffentlichen. Passend zum Filmstart erscheint das Buch nun jedoch in einer Neuauflage – und vielleicht klappt es auf dem deutschen Buchmarkt ja dann im zweiten Anlauf…

Das Böse, es bleibt – Luca D’Andrea (26.2.)
Mit „Der Tod so kalt“ landete der Italiener Luca D’Andrea nicht nur in seinem Heimatland einen Bestseller, sondern schaffte anschließend auch den internationalen Durchbruch. Nun erscheint der zweite Thriller des Autors und wieder geht es hinein in die Berge Südtirols, wohin die Protagonistin Marlene mit einem Beutel voller Edelsteine vor ihrem skrupellosen Ehemann flüchtet, welcher nicht nur der Kopf einer Erpresserbande ist, sondern auch noch seine Killer auf seine Frau gehetzt hat. Nach einem Unfall erwacht Marlene bei einem Einsiedler in einer einsamen Berghütte und wähnt sich dort zunächst in Sicherheit vor ihrem rachsüchtigen Mann, doch schon bald muss sie feststellen, dass sie offenbar vom Regen in die Traufe geraten ist… D’Andrea scheint bei seinem zweiten Roman wieder auf die Zutaten seines Debüterfolgs – die beeindruckende Kulisse der italienischen Bergwelt und eine beklemmende Atmosphäre – zu setzen – es wird sich zeigen ob auch dieser Roman das Zeug zum Bestseller hat.

Insel 77 – Halvar Beck (27.2.)
Der letzte Titel dieser Februar-Vorschau scheint dem düster-einsamen Grundthema des Monats treu zu bleiben, denn auch der deutsche Kindle-Bestsellerautor Halvar Beck hat sich für seinen Thriller einen abgelegenen Ort als Schauplatz seiner Geschichte gewählt: es geht auf eine Bohrinsel in der Nordsee, wo die junge Ärztin Kristin Jørgensen gerade als Leiterin der Krankenstation angefangen und sich ihrem Bruder Marius angeschlossen hat, der schon seit Jahren auf der „Insel 77“ arbeitet. Als Marius dann jedoch plötzlich verschwindet und Kristin auf eigene Faust Nachforschungen anstellt, stößt sie auf eine rätselhafte Vermisstenserie – denn die Bohrinsel scheint ein düsteres Geheimnis zu beherbergen…

Auf welche Bücher freut ihr euch im Februar und
wie seid ihr bisher in das Lesejahr 2018 gestartet?


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