Auch wenn im Juni auf den ersten Blick vielleicht die ganz großen Namen fehlen, so hat der letzte Monat der ersten Jahreshälfte doch einige Krimi- und Thriller-Highlights zu bieten, die für einen spannenden Frühsommer sorgen dürften. Fans skandinavischer Krimis können sich zum Beispiel gleich über mehrere vielversprechende Titel freuen und auch die deutschsprachigen Autoren stehen mit mehreren interessanten Büchern in den Startlöchern. Dazu gibt es ernst zunehmende Konkurrenz für Ben Aaronovitchs Kult-Ermittler Peter Grant, einen echten Grusel-Schocker für die besonders Hartgesottenen und düstere Thriller-Action für alle Fans der Filme „Se7en“ und „Das Schweigen der Lämmer“ – Langeweile dürfte da bestimmt nicht aufkommen.

Amnesia: Ich muss mich erinnern – Jutta Maria Hermann (01.06.)
Alles beginnt mit einer schrecklichen Nachricht: Helen hat Krebs im Endstadium und will sich daraufhin vor ihrem nahenden Tod noch mit ihrer Mutter versöhnen. Beim anschließenden Familientreffen stellt sich heraus, dass Helens schwangere Schwester von ihrem Mann Leon misshandelt wird – ein Schock, der Helen so wütend macht, dass sie Leon am liebsten umbringen will, schließlich hat sie so kurz vor ihrem eigenen Tod keine Strafe mehr zu fürchten. Am nächsten Tag ist Leon dann tatsächlich tot – und Helen hat aufgrund ihrer Krebs-Medikamente keine Erinnerung an die vorangehenden Stunden…

Die Seelen von London – A.K. Benedict (01.06.)
Ein Kriminalroman mit Fantasy-Elementen, der in London spielt – wem diese Konstellation bekannt vorkommt, der denkt dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit an Ben Aaronovitchs Reihe um den zaubernden Police Constable Peter Grant. „Die Seelen von London“ klingt nicht nur vom Titel her gefährlich nach billigem Abklatsch, wird vom Verlag aber vielleicht gerade deshalb mit folgendem Satz beworben: „für alle, denen Ben Aaronovitch nicht unheimlich genug ist“. Ob DI Jonathan Darks Jagd auf einen Frauenmörder wirklich so düster ausfällt, können Krimi-Fans mit einer Neigung für Urban Fantasy ab sofort herausfinden.

Das Angstexperiment – J.A. Konrath (06.06.)
Schaurige Anwesen mit tödlicher Vergangenheit zählen seit jeher zu den beliebtesten Settings im Horror-Genre, und auch J.A. Konrath greift bei seinem neuen Schocker auf diese klassische Grusel-Zutat zurück. Acht Menschen lassen sich in dem berüchtigten „Butler-Haus“ einschließen, das schon zahlreiche Morde gesehen haben und das pure Böse beherbergen soll – wer eine einzige Nacht überlebt, bekommt eine Million Dollar. Klingt nach leicht verdientem Geld, wer aber schon mal etwas von J.A. Konrath gelesen hat, der dürfte ahnen, dass „Das Angstexperiment“ seinen Namen vermutlich zu Recht trägt…

Bruderlüge – Kristina Ohlsson (13.06.)
Kristina Ohlssons Fredrika-Bergman-Reihe macht weiterhin Pause, Fans der schwedischen Autorin haben aber dennoch Anlass zur Freude, denn mit „Bruderlüge“ erscheint dieses Jahr schon der zweite Ohlsson-Thriller innerhalb von nur zwei Monaten. Das hat einen einfachen Hintergrund, denn dieses Buch setzt die Geschichte des im April erschienenen „Schwesterherz“ fort, in dem Anwalt Martin Benner die Unschuld der vermeintlichen Serienmörderin Sara Texas beweisen wollte. Ob ihm das trotz aller Widerstände gelingt, erfahren Krimifans nun im zweiten Band des Martin-Benner-Zweiteilers.

Murder Park – Jonas Winner (13.06.)
Krimi- und Thrillerleser denken bei „Zodiac Island“ vermutlich eher an den berüchtigten Zodiac-Killer als an unbeschwertes Vergnügen in einem Freizeitpark und tatsächlich wurde in Jonas Winners neuem Roman der Park an der Ostküste der USA geschlossen, nachdem ein Serienmörder dort drei Frauen umbrachte. 20 Jahre später soll der Ort des Schreckens als „Murder Park“ aber ein Revival erfahren und bewusst mit den Ängsten der Besucher zählen – dumm nur, dass der Park auch diesmal wieder Menschenleben fordern wird.

Teufelskälte – Gard Sveen (16.06.)
„Der letzte Pilger“, der erste Band um Kommissar Tommy Bergmann, überraschte mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die eher historischer Spionageroman statt typischer Skandinavien-Krimi war und sich um die norwegische Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg drehte. Bergmanns zweiter Fall scheint nun aber doch eher in Richtung klassischer Serienkiller-Roman zu werden, denn er beruht auf dem wahren Fall um die vermeintlichen Morde von Thomas Quick, der zugab, mehr als 30 Menschen getötet zu haben, sich aber letztlich „nur“ als geisteskranker Angeber herausstellte – die Todesfälle blieben bis heute ungeklärt.

Totenstille im Watt – Klaus-Peter Wolf (22.06.)
Mit seinen Ostfriesland-Krimis rund um die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen hat Klaus-Peter Wolf in inzwischen schon elf Bänden zahlreiche Krimi-Fans für sich gewonnen – anscheinend war es nun an der Zeit, der Ermittlerin einmal eine Pause zu geben, denn in „Totenstille im Watt“ steht nun der Arzt Dr. Sommerfeldt im Mittelpunkt, der sich nicht nur um das leibliche Wohl seiner Mitmenschen kümmert, sondern sich auch als Problemlöser der ganz speziellen Art entpuppt und darüber hinaus eine äußerst geheimnisvolle Vergangenheit vorzuweisen hat…

Der Hirte – Ingar Johnsrud (26.06.)
In Norwegen hat dieser Roman bereits für eine Menge Aufsehen gesorgt und seinen Autor zum neuen Stern am Skandinavienkrimi-Himmel katapultiert, nun kommen endlich auch deutsche Leser in den Genuss dieses umjubelten Krimidebüts. Grausame Morde, monströse Experimente, eine mysteriöse Sekte – Ingar Johnsrud fährt in seinem Buch schwere Geschütze auf und scheint alle Zutaten für einen spannenden Sommer-Thriller mitzubringen!

The Fourth Monkey – J.D. Barker (27.06.)
Fans englischsprachiger Thriller aufgepasst: „The Fourth Monkey“ hat ebenfalls Potenzial zu einem düsteren Sommerhit und schickt Detective Sam Porter auf die Jagd nach „4MK“, dem „Fourth Monkey Killer“, der ihn schon seit fünf Jahren um den Schlaf bringt. Das Buch wird beworben mit „Se7en meets Silence of the Lambs“ und wenn Barkers Thriller diesem Vergleich auch nur annähernd gerecht wird, hat „The Fourth Monkey“ sicherlich das Zeug zum Jahreshighlight.

Und in dir die Finsternis – Kevin O’Brien (28.06.)
Megan hat eine schreckliche Vergangenheit, denn vor 14 Jahren musste sie ihren eigenen Tod vortäuschen, um ihrem gewalttätigen Ehemann zu entkommen – seitdem hat sie sich mit ihrem 14-jährigen Sohn in Seattle unter einer neuen Identität ein neues Leben aufgebaut. Als dieser dann aber plötzlich entführt wird und Megan verstörende E-Mails und Anrufe bekommt, wird ihr schnell klar, dass sie ihrer Vergangenheit offenbar nicht so einfach entkommen ist…

Auf welche Bücher freut ihr euch in diesem Monat besonders?


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