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Hier in Nordrhein-Westfalen sind die Sommerferien bereits in vollem Gange, die anderen Bundesländer werden in Kürze nachziehen und damit hat auch die Haupturlaubszeit des Jahres begonnen. Leider muss ich selbst auf meinen Urlaub zwar noch bis Ende August warten, das hält mich aber nicht davon ab, mich schon einmal ganz allmählich in Urlaubsstimmung zu bringen. Und bei wem es aus Zeit-, Kosten- oder sonstigen Gründen in diesem Jahr nicht mit einer Sommerreise klappt, der muss nicht gleich Trübsal blasen, denn wozu gibt es schließlich Bücher, die einen ganz einfach an die entferntesten Orte der Welt bringen können? 😉

Da ich dank der „Around the World 2015“-Challenge von Crini seit Anfang des Jahres die in den Geschichten meiner gelesenen Bücher besuchten Orte auf einer Karte festhalte, ist mir der Gedanke gekommen, auf Basis dieser Karte ein kleines Sommer-Special zu basteln und entsprechend der Reiseziele ein paar Buchempfehlungen auszusprechen – quasi als kleinen Ersatzurlaub für alle Daheimgebliebenen 😀

Ob gemütliche Mörderjagd im der hessischen Kleinstadt, kaltes Grauen im kühlen Skandinavien oder abenteuerlicher Nervenkitzel an exotischen Schauplätzen – ab heute werde ich in den kommenden Wochen jeden Freitag ein kleines Themen-Special mit entsprechenden Buchtipps vorstellen. Los geht es in dieser Woche mit einem kleinen Trip quer durch Deutschland. Von Nord nach Süd dürfte vom einsamen Küstenstrand bis zur eisigen Zugspitze eigentlich für jeden Thriller- und Krimifan etwas dabei sein. Viel Spaß also beim „mörderischen Heimaturlaub“! 😉

P.S.: Die abgebildete Karte erhebt keinen Anspruch auf geografische Korrektheit – Orientierungssinn war noch nie meine Stärke… 😀

Thriller_Urlaub_Karte_Deutschland

1) Hiddensee: „Das Nebelhaus“ von Eric Berg
Los geht es ganz im Norden der Bundesrepublik, nämlich auf der kleinen Ostseeinsel Hiddensee. Während dieser idyllische Fleck nun auf den ersten Blick nicht gerade den großen Nervenkitzel verspricht, enthüllt Eric Berg in seinem Roman „Das Nebelhaus“ ein schreckliches Insel-Geheimnis und lässt eine Journalistin ein alten Mordfall lösen – Picknick am Strand und einen ungemütlichen Ostsee-Sturm inklusive. (Rezension)

2) Hamburg: „Der Trümmermörder“ von Cay Rademacher
Weiter geht die Reise in die Hansestadt Hamburg, und zwar ins Jahr 1947. Der Zweite Weltkrieg ist zwar fast zwei Jahre vorbei, trotzdem sind die Folgen in Cay Rademachers historischem Kriminalroman „Der Trümmermörder“ immer noch an jeder Ecke zu sehen. In den Trümmern des Krieges wird die Leiche einer Frau gefunden und Oberinspektor Frank Stave muss bei klirrender Kälte eine eisige Mauer des Schweigens durchbrechen, um den Mörder unter widrigsten Bedingungen zu finden. Spannend und mit hoher Authentizität! (Rezension)

3) Berlin: „Gotteslüge“ von Kathrin Lange
Vom eiskalten Hamburg in den Brennpunkt Bundeshauptstadt: Faris Iskander, Ermittler einer Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen, muss nicht nur den Mord an seiner Ex-Freundin wegstecken, sondern auch eine Anschlagserie stoppen, bei der es der Täter offenbar gezielt auf ihn abgesehen hat. Kathrin Langes „Gotteslüge“ jagt die Leser in atemberaubenden Tempo quer durch Berlin – hochdramatisch, wahnsinnig spannend und mit viel Hauptstadt-Feeling! (Rezension)

4) Dortmund: „Splitter im Auge“ von Norbert Horst
Auch mitten im Ruhrgebiet bleibt man nicht verschont von Mord und Totschlag: Zwar hätte ich an dieser Stelle lieber ein Buch mit Schauplatz Gelsenkirchen vorgestellt, aus Mangel an entsprechenden Titeln muss ich aber leider mit Dortmund vorlieb nehmen. Hier untersucht Pott-Ermittler Thomas „Steiger“ Adam den Sexualmord an einem jungen Mädchen, bei dem der vermeintliche Täter – ein afrikanischer Asylbewerber – möglicherweise zu Unrecht verurteilt wurde. Glaubwürdige Polizeiarbeit, sympathische Charaktere – der Ausflug ins Ruhrgebiet lohnt sich! (Rezension)

5) Köln: „Blutsommer“ von Rainer Löffler
Wem es im Sommer gar nicht heiß genug sein kann, für den könnte sich die Reise an den Rhein lohnen, wo Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter (!) LKA, den „Metzger“ jagt, der die Domstadt seit Wochen mit seinen brutalen Morden in Atem hält. Bei Gluthitze muss man sich dabei zwar mit einigen seltsamen Eigenheiten der Hauptfigur herumschlagen, dennoch bietet Rainer Löfflers „Blutsommer“ insgesamt kurzweilige Spannung. (Rezension)

6) Siegen: „Knochenfinder“ von Melanie Lahmer
Weiter geht es im östlich von Köln gelegenen Siegen, wo Kommissarin Natascha Krüger und ihr Team das Verschwinden eines 18-jährigen Schülers untersuchen müssen, der möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Clou an diesem Roman: „Knochenfinder“ setzt wie Ursula Poznanskis „Fünf“ auf die „Geocaching“-Thematik und führt den Leser so mittels GPS-Koordinaten an die entlegensten Ecken der Stadt, wo einige verstörende Überraschungen warten – eine etwas andere Städtetour mit dem gewissen Kick. (Rezension)

7) Vogelsberg: „Toter geht’s nicht“ von Dietrich Faber
Wem die bisherigen Stationen allesamt zu stressig waren, der findet vielleicht im beschaulichen hessischen Vogelsberg das perfekte Reiseziel. Dort ist Kommissar Henning Bröhmann eher mit dem Gestalten von Info-Broschüren statt echter Verbrecherjagd beschäftigt, was sich aber ändert, als auf dem örtlichen Karnevalsumzug – einem der wenigen gesellschaftlichen Highlights der Region – plötzlich ein Mord geschieht, und Bröhmann widerwillig die Ermittlungen übernehmen muss. Dabei hat dieser nach der für ihn völlig unerwartet erfolgten Trennung von seiner Frau gerade eigentlich ganz andere Dinge im Kopf. Gemütlich, sympathisch und mit einer breit gefächerten Humor-Skala vom plumpen Flachwitz bis zur feinen Ironie – der Ausflug nach Hessen macht besonders in der vom Autor gelesenen Hörbuchfassung mit authentischen Dialekten großen Spaß! (Rezension)

8) Halle an der Saale: „Zorn. Tod und Regen“ von Stephan Ludwig
Zurück in den Osten, wo mit Stephan Ludwigs Protagonist Claudius Zorn ein ähnlich unmotivierter Ermittler zur literarischen Stadtrundfahrt bereitsteht. Dieser hat nämlich überhaupt keinen Bock auf seinen Job, muss aber leider in einem möglichen Mordfall ermitteln, nachdem er selbst bei einem Routine-Einsatz mitten in eine riesige Blutlache gestolpert ist. Zum Glück gibt es da aber noch seinen topmotivierten Kollegen, den dicken Schröder, den Zorn nach Lust und Laune quer durch das unter tagelangem Regen versinkende Halle treiben darf. Spannend, dank der amüsanten Dialoge zwischen Zorn und Schröder sehr kurzweilig und mit einem Schauplatz, der ebenfalls fast zu einer weiteren Hauptfigur wird. (Rezension)

9) Leipzig: „Totenblick“ von Markus Heitz
Wer es lieber ein wenig mysteriöser mag und nicht ganz so viel Wert auf einen hohen Realitätsgrad legt, der wird nur ein paar Kilometer weiter östlich in Leipzig fündig. Dort ahmt ein Serienmörder die Kunstwerke berühmter Maler nach und scheint die Tatorte dabei zudem mit einem seltsamen Fluch zu belegen. Markus Heitz bietet in seinem Mystery-Thriller „Totenblick“ nicht nur einige sehr skurrile Morde, sondern auch ungewöhnliche Charaktere und eine sehr abwechslungsreiche Story, die keine Rücksicht auf Verluste nimmt und durchgängig für spannenden Nervenkitzel sorgt. (Rezension)

10) Zugspitze: „Kreuzzug“ von Marc Ritter
Für all diejenigen, die dem Sommer eher wenig abgewinnen können und sich bei den warmen Temperaturen am liebsten im kühlen Zimmer verkriechen, könnte besonders die letzte Station dieser kleinen Deutschland-Reise interessant sein. Marc Ritters „Kreuzzug“ führt die Leser nämlich hinauf auf den höchsten Berg Deutschlands, wo man sich über zu warmes Wetter sicherlich nicht beschweren kann. Entspannt dürfte der Aufenthalt auf der Zugspitze aber dennoch nicht sein, denn hochausgerüstete Terroristen haben gleich den gesamten Berg gekidnappt und halten mehr als 6.000 Menschen in ihrer Gewalt. Ritters Thriller punktet nicht nur mit dem originellen Setting, sondern überzeugt auch mit einer durchaus erschreckend realistischen Story, die zwischendurch sogar immer wieder zur kleinen Polit-Satire wird. Langweilig wird diese Bergtour garantiert nicht! (Rezension)

Ich hoffe euch hat diese kleine literarische Deutschland-Reise gefallen und ihr konntet vielleicht den ein oder anderen Buchtipp mitnehmen, weiter geht es am nächsten Freitag mit einem Trip ins europäische Ausland – wohin genau wird allerdings noch nicht verraten 😉

Welche in Deutschland spielenden Thriller und Krimis könnt ihr besonders empfehlen?


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