Mitosis_Rezi

Einige Wochen sind vergangen seit David und sein Reckoners-Team den tyrannischen Steelheart besiegt und Newcago seinen Einwohnern zurückgegeben haben, doch die Menschen haben sich noch nicht wieder an ein Leben ohne die Unterdrückung durch die Epics gewöhnt. Stattdessen stehen sie der ungewohnten Freiheit mit Argwohn gegenüber und befürchten jederzeit, dass ein anderer Epic den Platz Steelhearts einnehmen und die Stadt wieder mit einer Welle der Gewalt überschwemmen könnte. David betrachtet diese skeptische Haltung mit Besorgnis, denn um die Epics endgültig zu besiegen reichen die wenigen Reckoners bei weitem nicht aus – nur mit der Überzeugung aller ist eine gänzliche Befreiung der Menschheit möglich. Doch wie er schon bald feststellen muss, ist die Angst der Bevölkerung vor einem neuen Epics-Angriff mehr als berechtigt…

Wie es Newcago nach der finalen Schlacht aus „Steelheart“ ergeht…

„Mitosis“ ist eine rund 35-seitige Kurzgeschichte von Brandon Sanderson und spielt zeitlich zwischen „Steelheart“, dem Auftakt seiner „Reckoners“-Serie, und der im Januar 2015 erscheinenden Fortsetzung „Firefight“. Somit ist es natürlich ratsam, die Erzählung erst im Anschluss an das erste Buch zu lesen, da Sanderson zwangsläufig nicht umhinkommt, die vorangehenden Ereignisse zumindest kurz aufzugreifen. „Mitosis“ beginnt fast exakt an der gleichen Stelle wie „Steelheart“ und zeigt zum Anfang so sehr anschaulich, wie sich das Bild Newcagos seit der ersten Attacke des lange Jahre herrschenden Epics und nach seiner letztlichen Niederlage entwickelt hat. Vor allem die überall präsente Unsicherheit der Bevölkerung wird von Sanderson gut eingefangen und glaubwürdig vermittelt, auch wenn David – der erneut als Ich-Erzähler fungiert – bereits unbeschwert die Annehmlichkeiten der neuen Freiheit genießt.

Ein kurzer, aber actionreicher Epics-Auftritt zum Überbrücken der Wartezeit

Natürlich wäre eine Story im Reckoners-Universum ohne einen Auftritt der Superschurken nur halb so spannend, doch Sanderson enttäuscht hier nicht und präsentiert seinen Lesern einen neuen Vertreter der Epics, der wieder mit einer coolen Spezialfähigkeit und einer nicht weniger interessanten Schwäche für Aufsehen sorgt. Und auch wenn die Geschichte mit gerade mal 35 Seiten nicht gerade umfangreich ist, so sind die wenigen Kapitel dennoch vollgepackt mit all den Elementen, die auch schon bei „Steelheart“ so viel Spaß gemacht haben: Rasanter Action, sympathischen Charakteren und den wie immer furchtbar unbeholfenen Metaphern der Hauptfigur. Somit ist „Mitosis“ insgesamt eine wirklich lohnenswerte Kurzgeschichte, die sich bestens zur Überbrückung der Wartezeit eignet und die Vorfreude auf „Firefight“ nochmal weiter anheizt. Für eingefleischte Sanderson-Fans gibt es die Shortstory übrigens auch für stolze 10 Euro als Hardcover.

Mitosis
  • Autor:
  • Reihe: Reckoners #1.5
  • Umfang: 35 Seiten
  • Verlag: Delacorte Press
  • Erscheinungsdatum: 3. Dezember 2013
  • Preis Geb. Ausgabe 9,68 €/eBook 1,09 €
Cover:
Charaktere:
Story:
Atmosphäre:
Gesamt:
8/10
Fazit:
Recht kurze, aber sehr gelungene Kurzgeschichte im Reckoners-Universum, die mit spannender Epics-Action das Warten auf den zweiten Band etwas erleichtert.

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3 Antworten zu diesem Beitrag

  • gibt es auch kostenfrei bei Audible 🙂

  • Ach…siehste mal, das wusste ich mal wieder nicht. Muss ich mir dann gleich heute auf den e-Reader laden. STEELHEART ist ja fast fertig gelesen. Die Kürze der Geschichte ist doch aber echt human. Gerade eine Kurzgeschichte mit 10 popeligen Seiten gelesen. Zum Glück war sie umsonst.

    • Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne noch länger ausfallen können, aber für den Preis ist die Länge schon ganz in Ordnung. 10 Seiten finde ich schon ein wenig schwach, selbst für lau…^^