Autor: Daniel Annechino
Umfang: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14. September 2012

Inhalt:
Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, (…) Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit zu gewinnen. Wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil. 

Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.

Mein Leseeindruck:
Als Genevieve Foster erwacht, liegt sie nackt auf einem fremden Bett, die Arme und Beine sind mit Nylonriemen an den Bettrahmen gefesselt. In ihrem Arm steckt eine Kanüle, durch die aus einem Infusionsbeutel eine unbekannte Flüssigkeit in ihren Körper fließt. Nachdem sich ihre Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt haben, wird ihr klar, dass sie sich in einer Art Loft befindet. Wie sie dort gelandet ist, erfahren wir anschließend aus der Sicht ihres Peinigers Julian, der die junge Frau in einer Bar abgeschleppt und zu sich in die Wohnung gelockt hat. Dass Genevieve den Loft nicht mehr lebend verlassen wird, daran lässt er nicht den geringsten Zweifel aufkommen.

Ein Flirt in einer Bar und seine fatalen Folgen

Daniel Annechinos kommender Thriller „Keine Gnade“ beginnt wie eine klassische Serienmördergeschichte, nimmt aber nach dem kurzen Prolog einen etwas überraschenden Verlauf. So begleitet man Julian bei seinem Abend in der Bar, wo er die Kundschaft nach einem potenziellen Opfer absucht. Als er Genevieve schließlich entdeckt, lockt er sie mit ein paar simplen Gesten an seinen Platz, lässt seinen Charme spielen – und das Unglück der jungen Jurastudentin nimmt ihren Lauf.

Ein mordender Kardiologe mit einer außergewöhnlichen Motivation

„Typischer Serienkiller“, könnte man jetzt denken, doch dieser Eindruck täuscht. Julian tötet nicht aus Spaß und würde gerne darauf verzichten, allerdings sieht er für die Erfüllung seiner Ziele keine andere Möglichkeit. Für sein mörderisches Treiben gibt es nämlich einen recht ungewöhnlichen Grund: Julian ist Kardiologe und hat einen Großteil der letzten zwei Jahre in seine Forschungen gesteckt – ohne allerdings die GAFF, die Global A-Fib Foundation, von seinen Resultaten überzeugen zu können. Die zehn Millionen Dollar, die Julian sich an Fördermitteln für seine Studien erhofft hatte, bleiben ihm verwehrt und so sieht der Arzt keine andere Lösung, als seine Forschungen am lebenden Objekt fortzuführen – sehr zu Ungunsten seiner künftigen Opfer…

Spannender Auftakt macht Lust auf mehr

Diese Motivation ist meiner Meinung nach recht originell und hebt „Keine Gnade“ dadurch ein wenig vom Thrillergenre ab. Ein Killer, der eigentlich kein Killer sein will – das erinnert ein wenig an die TV-Serie „Dexter“, und bizarrerweise kann man auch hier eine gewisse Sympathie für den Mörder nicht leugnen. Es wird interessant sein zu sehen, ob Daniel Annechino diesen Weg so weitergehen wird, oder ob Julian mit seinen kommenden Taten nicht doch Gefallen am Töten findet – denn bei der Betrachtung der ihm wehrlos ausgelieferten Genevieve kann er seine Erregung nur mit Mühe unterdrücken. Spannend sind die ersten Seiten jedenfalls schon einmal, und das ist ja schließlich die Grundvoraussetzung für einen packenden Thriller. Zudem sollte noch darauf hingewiesen werden, dass es sich bei „Keine Gnade“ schon um den zweiten Band einer Reihe handelt. Das Ermittlerduo und Liebespaar Sami Rizzo und Alberto Diaz, das in der Leseprobe ebenfalls kurz vorgestellt wird, ging bereits im Vorgänger „Leise stirbst du nie“ auf Verbrecherjagd.

Meine Prognose: 4/5

Informationen:
„Keine Gnade“ von Daniel Annechino erscheint am 14. September 2012 im Ullstein Taschenbuch Verlag, hat einen Umfang von 512 Seiten und wird 9,99 € kosten. Die Leseprobe gibt es bei vorablesen.de, weitere Infos zum Buch findet Ihr auf der Verlags-Homepage.


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