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Westeros kommt nicht zur Ruhe: Der Krieg der fünf Könige ist immer noch in vollem Gange, auch wenn nach den jüngsten Ereignissen nur noch Robb Stark, Balon Greyjoy, Joffrey Baratheon und dessen Onkel Stannis aktiv Ansprüche auf den Eisernen Thron erheben können. Während über den ganzen Kontinent verteilt blutige Schlachten ausgetragen werden und immer mehr Blut vergossen wird, spitzt sich die Lage auch rund um die Mauer immer mehr zu: Ein großer Trupp Wildlinge marschiert unter der Führung von Mance Rayder auf die Grenze im Norden der Sieben Königreiche zu, wo die Nachtwache nach wie vor händeringend nach neuen Brüdern sucht, um die Befestigungsanlagen gegen die Angreifer ausreichend sichern zu können. Währenddessen treibt auch Danaerys Targaryen im Osten ihre Bemühungen voran, eine Armee schlagkräftiger Krieger zusammenzustellen und mit Unterstützung ihrer Drachen ihren Sturm auf den Eisernen Thron vorzubereiten…

Deutlich höheres Erzähltempo als der Vorgänger

Wenig überraschend setzt „A Storm of Swords“, der dritte Band von George R.R. Martins „A Song of Ice and Fire“-Reihe, mehr oder weniger genau dort an, wo der Vorgänger „A Clash of Kings“ aufgehört hat. Ganz Westeros befindet sich im Kriegszustand und zahlreiche Parteien sind weiterhin dabei, ihre Ansprüche auf die Herrschaft durchzusetzen – völlig gleich, ob ihnen der Eiserne Thron aufgrund ihrer Abstammung überhaupt zusteht oder nicht. Und während es im zweiten Band eher gemächlich zuging und die Geschichte durch das eifrige Schmieden politischer Bündenisse etwas langatmig und wenig actionreich ausgefallen ist, schlägt der dritte Teil praktisch von Beginn an ein deutlich höheres Tempo an.

Das große Sterben auf dem bisherigen Höhepunkt

Natürlich hält Martin auch bei „A Storm of Swords“ an seinem bisherigen Stil fest und teilt seinen Lesern durch zahlreiche unterschiedliche Erzählperspektiven die Ereignisse in Westeros mit, wobei der überwiegende Teil der Hauptfiguren bereits aus den beiden vorangehenden Büchern bekannt ist. Neu hinzugekommen sind nun ein Bruder der Night’s Watch, ein weiteres Mitglied der Lannisters sowie ein Schmuggler in Diensten von König Stannis, sodass man noch tiefere Einblicke in die Pläne der verschiedenen Häuser erhält. Wie gewohnt werden auch weiterhin kräftig Intrigen geschmiedet, allerdings geht es nun auch wieder endlich etwas handfester zur Sache – sprich: es sterben wieder jede Menge Charaktere. In dieser Hinsicht ist „A Storm of Swords“ auch ganz eindeutig der bisher kompromissloseste Band der Reihe, denn es geht diesmal gleich mehreren wichtigen Charakteren an den Kragen. Zudem ist der dritte Teil der Schauplatz des wohl berühmtesten und dramatischsten Ereignisses der Serie, nämlich der von vielen gefürchteten „Red Wedding“ – und diese trägt ihren Namen wirklich zurecht und dürfte für viele fassungslose und schockierte Gesichter sorgen. Aber genau das sind meiner Meinung nach die Momente, welche die Reihe auszeichnen und die ich in „A Clash of Kings“ schmerzlich vermisst habe.

Eindeutig der beste Band der Reihe

Es bleibt natürlich nicht aus, dass es zwischdurch auch mal das ein oder andere etwas ereignisärmere Kapitel gibt – zumal „A Storm of Swords“ mit fast 1200 Seiten auch der umfangreichste Roman der „A Song of Ice and Fire“-Serie ist. Wer sich aber schon durch die Vorgänger gekämpft hat, dem werden die Stunden vergleichsweise wie im Fluge vergehen, denn es passiert im dritten Band fast genauso viel wie in „A Game of Thrones“ und „A Clash of Kings“ zusammen. Es brennt an allen Ecken und man ist nach wie vor in ständiger Angst um seine Lieblingscharaktere, was den Nervenkitzel zusätzlich antreibt – man will einfach unbedingt wissen, ob die persönlichen Favoriten das Ende des Buches erleben oder nicht. Für mich ist „A Storm of Swords“ eindeutig der beste Band der Reihe und wer Martins Epos bisher schon mochte, der wird den dritten Teil vermutlich lieben – oder aber den Autor verfluchen, weil eine geliebte Hauptfigur ins Gras beißen musste…

A Storm of Swords
  • Autor:
  • Deutscher Titel: Sturm der Schwerter (Teil 1)/Die Königin der Drachen (Teil 2)
  • Reihe: A Song of Ice and Fire #3
  • Umfang: 1177 Seiten
  • Verlag: Bantam Books
  • Erscheinungsdatum: 4. März 2003
  • Preis Taschenbuch 5,78 €/eBook 5,10 €
Cover:
Charaktere:
Story:
Atmosphäre:
Gesamt:
9/10
Fazit:
Noch blutiger und kompromissloser als die beiden Vorgänger – bisher eindeutig der beste Band der "A Song of Ice and Fire"-Reihe.

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