Alles neu macht der Mai – das gilt natürlich auch für den Buchmarkt, wo in diesem Monat wieder viele spannende Neuerscheinungen im Bereich Krimis und Thriller auf uns warten. Damit ihr bei hoffentlich bestem Frühlingswetter zuhause im Garten oder auf dem Balkon nicht ohne Lesestoff bleiben müsst, habe ich wieder mal die Verlagsprogramme durchstöbert und einige Highlights der kommenden Wochen herausgesucht.

Fans nordischer Thriller dürfen sich diesmal auf gleich zwei spannende Titel freuen, doch auch die deutschen Autorinnen und Autoren waren nicht untätig: zum einen schlüpft Bestsellerautor Andreas Winkelmann zum zweiten Mal in die Rolle seines Alter Egos Frank Kodiak und zum anderen gehen zwei junge deutsche Thrillerreihen in die zweite Runde. Dazu kommen zwei ganz heiße Anwärter auf den Titel „Thriller des Jahres“, die mit großen internationalen Vorschusslorbeeren in die deutschen Buchläden einziehen. Für kriminelle Spannung im Frühling ist also gesorgt – viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Stirb zuerst – Frank Kodiak (02.05.)
Der Name Frank Kodiak mag auf dem deutschen Thrillermarkt vielleicht noch nicht so bekannt sein, hinter diesem Pseudonym versteckt sich jedoch Bestsellerautor Andreas Winkelmann, der für „Stirb zuerst“ bereits zum zweiten Mal in die Rolle seines selbsternannten Alter Egos schlüpft. Hauptfigur des Thrillers ist die Kommissarin Nora Jacobi, die eine brutale Mordserie aufklären muss. Dabei macht sie Jagd auf einen als Pfarrer verkleideten Killer, der sich in der Krise befindenden Ehepaare entführt und getrennt voneinander zu einer tödlichen Entscheidung zwingt: nur wer den anderen verrät, darf überleben, alternativ müssen beide sterben. Das Szenario erinnert ein wenig an „Einer lebt, einer stirbt“ von M.J. Arlidge, dürfte aber dennoch Spannung versprechen und Fans des Autors die Wartezeit auf den nächsten „echten“ Winkelmann versüßen – diese fällt zudem recht kurz aus, denn Ende Juni erscheint bereits „Das Haus der Mädchen“ im Rowohlt Verlag.

Der Bote – Ingar Johnsrud (14.05.)
Mit seinem Debütroman „Der Hirte“ hat der Norweger Ingar Johnsrud im vergangenen Jahr die internationalen Bestsellerlisten gestürmt, nun steht mit „Der Bote“ der zweite Fall für Hauptkommissar Fredrik Beier vor der Tür: In einer Osloer Nobel-Villa einer alten Witwe wird die Leiche eines Mannes gefunden – von der Besitzerin selbst fehlt jedoch jede Spur. Allerdings kann der Tote kurz darauf als der Sohn der Frau identifiziert werden, dieser ist aber angeblich schon vor 20 Jahren bei einem Militäreinsatz getötet worden. Als wenig später eine zweite Leiche mit schweren Folterspuren entdeckt wird, vermutet Beier einen Zusammenhang zwischen den Fällen – doch bei seinen Ermittlungen muss er feststellen, dass offenbar nicht jeder an der Aufklärung der Fälle interessiert ist… Nach dem großen Erfolg des ersten Bandes hängt die Messlatte für Ingar Johnsrud hoch – man darf gespannt sein, ob die Fortsetzung daran anknüpfen kann.

Finale – Steen Langstrup (14.05.)
Für die nächste Mai-Neuerscheinung geht es von Norwegen rüber nach Dänemark, wo nahezu das ganze Land gebannt vor den Fernsehbildschirmen sitzt und das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft guckt. Folglich haben Agnes und Belinda, die beiden Hauptfiguren in Steen Langstrups Horror-Thriller „Finale“, an ihrem Arbeitsplatz – einer Autobahntankstelle – eine ruhige Schicht, bis sich plötzlich ein Auto nähert und zwei Männer den Laden betreten. Die beiden geben sich harmlos und freundlich, doch irgendwas scheint mit den vermeintlichen Kunden nicht zu stimmen und sorgt bei den Frauen für Unruhe – ein Gefühl, das sich schnell zu bestätigen scheint, als die Männer Agnes und Belinda in ein perfides Spiel verwickeln und die Nacht für sie zum einem absoluten Albtraum werden lassen… Der Heyne Verlag hat mit dem Erscheinungstermin inhaltlich passend zur Fußball-WM schon mal gutes Timing bewiesen – jetzt muss nur noch Steen Langstrup unter Beweis stellen, dass sein „Finale“ spannungsmäßig mit einem WM-Finale mithalten und sich für Fußball-Muffel als Alternativprogramm anbieten kann.

Die sieben Kreise der Hölle – Uwe Wilhelm (21.05.)
Mit „Die sieben Farben des Blutes“ hat der Drehbuch- und Thrillerautor Uwe Wilhelm im vergangenen Jahr einen erfolgreichen Auftakt seiner Reihe um die Staatsanwältin Helena Faber hingelegt, nun steht im Mai der zweite Band der Trilogie in den Startlöchern. Dieser beschert der Hauptfigur ein Wiedersehen mit ihrem Gegner aus dem ersten Buch, denn der Psychopath Dionysos hat es diesmal auf Helenas eigene Familie abgesehen, indem er ihre beiden Töchter entführen lässt. Um ihre Kinder wiederzubekommen, muss die Staatsanwältin ausgerechnet mit einem Vertrauten des Killers zusammenarbeiten – und dabei tief in die dreckigen und grausamen Geschäfte des Menschenhandels eintauchen… Klingt nach einem brisanten und packenden Fall, Kenntnisse des Vorgängerbandes scheinen für „Die sieben Kreise der Hölle“ jedoch äußerst ratsam zu sein.

Blutbuche – Ule Hansen (21.05.)
Vor etwas mehr als zwei Jahren legte das Berliner Autorenduo Astrid Ule und Eric T. Hansen unter dem gemeinsamen Pseudonym „Ule Hansen“ mit „Neuntöter“ ein spannendes Thriller-Debüt hin, das allerdings etwas unter der anstrengenden Protagonistin Emma Carow litt. In „Blutbuche“ ist die Fallanalystin nun ein weiteres Mal gefragt und soll ihren Kollegen von der polnischen Polizei Amtshilfe leisten: Diese sind nämlich in den Besitz von drei rätselhaften und auf Deutsch verfassten Briefen gekommen, die dem Anschein nach von einem unter Folter stehenden Entführungsopfer geschrieben wurden. Emma Carow soll nun ermitteln, ob hinter den Botschaften tatsächlich ein Verbrechen steckt und muss dabei wieder einmal selbst in ihre eigenen Abgründe blicken… Ob es sich gelohnt hat, die etwas unbequeme Profilerin in Serie zu schicken, können Thriller-Fans ab dem 21. Mai herausfinden.

Die Brut: Das Ende naht – Ezekiel Boone (23.05.)
Arachnophobiker sollten diesen Abschnitt besser überspringen, denn wie schon in den beiden Vorgängern „Sie sind da“ und „Die Zeit läuft“ geht es auch im Finale der „Die Brut“-Trilogie wieder um den Kampf der Menschheit gegen eine weltweite Spinnen-Invasion – und die Aussichten der Zweibeiner haben sich nicht gerade gebessert, indem die zweite Welle der aggressiven Achtbeiner noch größer, stärker und intelligenter ausfällt als die erste. Wer den großen Showdown zwischen Mensch und Insekt für sich entscheiden kann und ob „Das Ende naht“ ein würdiger Abschluss dieses dreiteiligen Katastrophen-Thrillers ist, zeigt sich ab dem 23.05., wenn das Buch in die deutschen Buchläden einzieht.

Schwarzes Requiem – Jean-Christophe Grangé (25.05.)
Fans des französischen Bestsellerautors Jean-Christophe Grangé werden sich beim Lesen des Klappentextes zu dessen neuen Roman „Schwarzes Requiem“ womöglich ein wenig verwundert die Augen reiben, denn die Beschreibung der Geschichte klingt auf den ersten Blick verblüffend wie der Inhalt des letzten Grangé-Thrillers „Purpurne Rache“. Wieder geht es um den skrupellosen Geschäftsmann Gregoire Morvan, zugleich hohes Tier des französischen Innenministeriums, wieder gibt es eine rätselhafte Mordserie, in der Morvans Sohn Erwan die Ermittlungen leitet und wieder scheint es Verbindungen zu Morvans Vergangenheit im Kongo zu geben, wo Gregoire in den 1970er Jahren einen brutalen Killer überführt hat. Ob dem Verlag bei der Buchbeschreibung ein Kopierfehler unterlaufen ist, Jean-Christophe Grangé mittlerweile die Ideen ausgehen oder der Franzose seine Leser doch mit einer völlig neuen und wie gewohnt abgründig-spanennden Geschichte überrascht – der Mai wird es zeigen.

Der Kreidemann – C.J. Tudor (29.05.)
Dieser Roman kommt mit großen Vorschusslorbeeren, denn „The Chalk Man“ gilt schon jetzt als heißer Anwärter auf den Titel „Thriller des Jahres 2018“ und wurde bereits in fast 40 Länder verkauft. Auch ein Platz auf den deutschen Bestsellerlisten dürfte dem Debüt der britischen Autorin C.J. Tudor gewiss sein, denn die Kritikerstimmen überbieten sich längst gegenseitig mit Lobeshymnen und ziehen sogar Vergleiche zu Stephen King oder der US-Kultserie „Stranger Things“. Das dürfte weniger an der Thematik, sondern vielmehr an der Erzählweise liegen, denn „The Chalk Man“ spielt sich auf zwei Ebenen ab: Im Jahr 1986 begleiten die Leser den jungen Eddie und seine Freunde, die immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer sind und sich mittels eines eigens erfundenen Geheimcodes aus Kreidemännchen verständigen – bis eine der Strichfiguren die Kinder zur Leiche eines jungen Mädchen führt… 30 Jahre später ist Eddie erwachsen und die Erinnerungen an den grausamen Fund längst verblasst, doch als er und seine Freunde plötzlich eine neue mysteriöse Kreidebotschaft erhalten und wenig später einer von ihnen ums Leben kommt, scheint die Vergangenheit sie auf grausige Weise wieder einzuholen…

The Loch of the Dead – Oscar de Muriel (31.05.)
Während deutsche Leser noch bis Mitte Dezember auf den dritten Band („Die Todesfee der Grindlay Street“) um das zänkische Ermittlerduo Frey und McGray warten müssen, ist man international schon ein wenig weiter: hier erscheint im Mai bereits der vierte Teil der Reihe, welcher die Leser wieder ins viktorianische Schottland verschlägt. Diesmal geht es für die Inspektoren Frey und McGray in die Highlands, wo eine wohlhabende Dame sich nach einer Morddrohung um das leibliche Wohl ihres Sohnes und Erben sorgt. Im Gegenzug für den Schutz der Familie bietet die Frau McGray ein angebliches Heilmittel für die Geisteskrankheit seiner Schwester an: das wunderheilende Quellwasser einer abgelegenen Insel auf dem Loch Maree. Rätselhafte Todesfälle, geheimnisvolle Rituale und die düstere Kulisse der schottischen Natur – Krimifans dürfen sich wohl wieder auf ein mysteriöses Abenteuer mit den beiden Sturköpfen Frey und McGray freuen.

Final Girls – Riley Sager (31.05.)
Von dem – gerade im Vergleich zu den englischen Ausgaben – leider recht hässlich ausgefallenen deutschen Cover sollte man sich nicht zu sehr abschrecken lassen, den sonst verpasst man eines der Thriller-Highlights des Jahres: nachdem das Debüt von Riley international schon bereits für viel Furore gesorgt hat, kommen nun endlich auch deutsche Leser in den Genuss von „Final Girls“. Die Geschichte dreht sich dabei um drei Frauen, die alle ein Schicksal vereint: sie alle haben jeweils als einzige ein brutales Massaker überlebt und kämpfen seitdem gegen die Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse an – vor allem, da sie dadurch in den Fokus der Öffentlichkeit geraten sind und von der Presse als „Final Girls“ wochenlang zum Aufmacher der Zeitungen und Nachrichten gemacht wurden. Jede der drei Überlebenden geht anders mit dem Erlebten um und versucht, ihr eigenes Leben zu leben und die Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch als eine der Frauen plötzlich tot aufgefunden wird, werden die beiden anderen von ihren Albträumen ein weiteres Mal eingeholt… International ist Sagers Roman wie erwähnt bereits ein (selbst von Stephen King) gefeierter Bestseller und es müsste schon mit dem Teufel (vielleicht in Form des misslungenen Covers) zugehen, wenn „Final Girls“ nicht auch hierzulande die Thriller-Bestsellerlisten stürmt.

Auf welche Bücher freut ihr euch im Mai?
Ist eines der oben genannten Bücher vielleicht schon auf eurer Wunschliste?


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