Vorschau_Herbst

Auch wenn es sich vom Wetter her bereits jetzt schon so anfühlt: In wenigen Tagen ist offiziell Herbstanfang und damit beginnt nicht nur meine Lieblingsjahreszeit, sondern wohl auch die besten Lesemonate des Jahres, denn wenn die Tage kürzer und kälter werden gibt es doch nichts Schöneres, als es sich zuhause mit Decke und einem guten Buch auf der Couch oder im Bett gemütlich zu machen. Zudem ist der Herbst zumindest für mich persönlich meist auch die Zeit mit den interessantesten Buch-Neuerscheinungen, denn pünktlich zur Frankfurter Buchmesse scheinen die deutschen Verlage immer ihre ganzen Hochkaräter herauszuhauen und auch die internationalen Neuheiten sind oft vielversprechend. Um bei all den vielen neuen Büchern und Veröffentlichungsterminen nicht den Überblick zu verlieren, habe ich mir wie immer meine persönlichen Highlights aus den Verlagsvorschauen und Vorbesteller-Listen herausgepickt. Hier sind also die Titel, auf die ich mich in den nächsten drei Monaten am meisten freue…

Vorschau

Star Wars: Aftermath – Chuck Wendig
Eigentlich bin ich bei Begleitromanen zu Filmen und TV-Serien immer ein wenig skeptisch, weil solche Bücher oft nur dazu dienen, das entsprechende Franchise noch mehr auszuschlachten und daher meist von eher minderer Qualität sind. Wenn mit Chuck Wendig jedoch einer meiner Lieblingsautoren einen Star-Wars-Roman schreibt, werde ich dann aber doch neugierig und somit ist auch „Star Wars: Aftermath“ schnell auf die Wunschliste gewandert.

Trigger Mortis – Anthony Horowitz
Ich bin nicht nur großer Fan der James-Bond-Filme, sondern lese ab und zu auch ganz gerne die offiziellen Romane, und zwar sowohl die Klassiker von Ian Fleming als auch die neuen Werke von Autoren mit entsprechenden Verwertungsrechten. Anthony Horowitz konnte mich bereits als Autor der neuen Sherlock-Holmes-Romane sehr überzeugen und so ist für mich auch sein Bond-Beitrag „Trigger Mortis“ Pflichtprogramm – erst recht, da die Geschichte im Rahmen eines Autorennens am Nürburgring spielt.

Stand-Off – Andrew Smith
Ich gebe zu, dass mich Andrew Smith mit seinen letzten beiden Romanen „100 Sideways Miles“ und „The Alex Crow“ eher weniger überzeugen konnte, da „Stand-Off“ aber die Fortsetzung des großartigen „Winger“ ist, habe ich hier Hoffnung, dass der Autor wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann.

Gejagt – Thomas Enger
Die Henning-Juul-Reihe von Thomas Enger ist unter den zahlreichen Skandinavien-Krimis vielleicht nicht ganz so bekannt, konnte mich bisher aber mit jedem Band überzeugen und so steht natürlich auch der vierte Roman „Gejagt“ wieder weit oben auf meiner Liste – zumal es da ja noch die Geschichte um Juuls im Kindesalter tödlich verunglückten Sohn gibt, die sich wie ein roter Faden durch alle bisherigen Bände zog und bei der ich mir nun endlich die Aufklärung erhoffe.

Takeover – Jussi Adler-Olsen
Bei der Carl-Mørck-Reihe des dänischen Bestsellerautors hinke ich immer noch weit hinterher, bei „Takeover“ handelt es sich aber um einen eigenständigen Roman, sodass auch diese Neuerscheinung für mich interessant ist. Wie schon in „Das Washington Dekret“ geht es um politische Verschwörungen, wobei ich mir hiervon aber deutlich mehr verspreche als von Adler-Olsens eher schwachem ersten Polit-Thriller.

Library of Souls – Ransom Riggs
Die „Miss Peregrine’s“-Trilogie geht in die letzte Runde und passt mit ihren skurrilen Charakteren und der düsteren Atmosphäre perfekt in die herbstliche Jahreszeit und ich freue mich hier alleine schon auf viele neue Fotos, die wie gewohnt die Geschichte bildlich untermalen werden.

Beastly Bones – William Ritter
Für mich nicht nur eines der Herbst-Highlights, sondern eines der am meisten ersehnten Bücher des gesamten Jahres. Der Auftaktband „Jackaby“ hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen und ich freue mich schon tierisch auf ein weiteres bizarres und charmantes Abenteuer mit dem eigenwilligen Mr. Jackaby und seiner aufgeweckten Partnerin Abigail Rook.

The Watchers – Neil Spring
Leider sieht es mit echten Horror-Neuerscheinungen zur Halloween-Saison eher mau aus, deshalb muss ich mir ein wenig mit unheimlichen Thrillern helfen. „The Watchers“ klingt mit seiner Mischung aus historischem Roman und UFO-Verschwörung interessant und ehrlich gesagt will ich das Buch auch alleine schon wegen des tollen Covers haben.

Blood on Snow – Jo Nesbø
Auch von Norwegens Krimi-Star Jo Nesbø gibt’s im September Nachschub, auf einen neuen Harry-Hole-Fall müssen Fans aber weiter warten, denn nach „Der Sohn“ begibt sich Nesbø auch mit „Blood on Snow“ wieder ein wenig auf Abwege. Mit einem Auftragskiller als Hauptfigur klingt dieser Auftakt einer neuen Reihe ebenfalls vielversprechend, auch wenn der Umfang mit 192 Seiten überraschend gering ist.

Schneller, weiter, toter – Dietrich Faber
Die Henning-Bröhmann-Reihe von Dietrich Faber ist so ein wenig mein „guilty pleasure“ im Krimi-Bereich – eigentlich recht seichte Unterhaltung, aber für Zwischendurch immer wieder sehr unterhaltsam. Ähnliches verspreche ich mir auch vom vierten Band der Reihe, in dem Bröhmann überraschend den Dienst quittiert hat und seine Tochter in die Fußstapfen des Vaters getreten ist – allerdings mit einigen Komplikationen, sodass der Herr Papa letztlich doch wieder aktiv werden muss…

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Zerschunden – Michael Tsokos
Der erfolgreiche Rechtsmediziner Michael Tsokos hat ja bereits gemeinsam mit Bestsellerautor Sebastian Fitzek in „Abgeschnitten“ sein schriftstellerisches Talent angedeutet, nun versucht sich Tsokos zum ersten Mal alleine an einem Roman. „Zerschunden“ soll auf einem wahren Fall und authentischen Ermittlungen beruhen und klingt mit einer europaweiten Mordserie auf jeden Fall schon mal interessant.

A Madness So Discreet – Mindy McGinnis
Dieser düstere historische Thriller wurde mir von Crini ans Herz gelegt und klingt mit der Geschichte um eine junge Frau, die als Insassin einer Nervenanstalt undercover und gemeinsam mit einem Arzt eine Mordserie untersucht, sehr vielversprechend und passt alleine schon wegen des Settings perfekt in den Oktober.

Mycroft Holmes – Kareem Abdul-Jabbar
Ich bin ja immer auf der Suche nach spannenden Büchern rund um Arthur Conan Doyles Kultfigur Sherlock Holmes, hier steht aber ausnahmsweise mal Mycroft Holmes, der Bruder des Meisterdetektivs, im Fokus. Ebenfalls beachtenswert: Autor des Buches ist der frühere NBA-Superstar Kareem Abdul-Jabbar und weil ich das alleine schon recht kurios finde, ist „Mycroft Holmes“ schnell mit auf meine Wunschliste gewandert.

Die Blutschule – Max Rhode
Der Oktober scheint sich zum Festmonat für deutsche Thrillerfans zu entwickeln, denn fast jeder Autor mit Rang und Namen bringt in diesen Tagen einen neuen Roman auf den Markt. Da hat man es als Neuling alles andere als leicht, trotzdem wagt Max Rhode mit seinem Debütroman „Die Blutschule“ den Sprung ins Haifischbecken und macht mit seinem Setting – eine geheime Schule, in der die Fächer „Fallen stellen“, „Opfer jagen“ und „Menschen töten“ auf dem Lehrplan stehen – schon mal mehr als nur neugierig.

Career of Evil – Robert Galbraith
Auch ein neuer Krimi von Harry-Potter-Schöpferin J.K. Rowling steht im Oktober auf dem Programm und laut Klappentext dürfte sich „Career of Evil“ zum bisher persönlichsten Fall für das charmante Duo Cormoran Strike & Robin Ellacott entwickeln, denn letztere bekommt zu Beginn der Geschichte ein abgetrenntes weibliches Bein zugeschickt und der Täter scheint in Cormorans Vergangenheit zu finden zu sein…

Illuminae – Amie Kaufman & Jay Kristoff
Ich mag es ja immer, wenn Autoren nicht auf eine klassische Erzählweise setzen, sondern ihre Geschichte anhand von Interviews, Berichten, E-Mails oder Aktenauszügen erzählen. Deshalb blicke ich auch gespannt dem Erscheinen des Trilogie-Auftakts „Illuminae“ entgegen, auch wenn die im Klappentext angedeutete Romanze mich noch ein wenig abschreckt. Das Setting rund um einen Krieg im Weltall klingt aber trotzdem sehr spannend, allerdings werde ich hier wohl erst mal noch die ersten Rezensionen abwarten.

Wolf by Wolf – Ryan Graudin
Hitler hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen, regiert zusammen mit Japan die Welt und veranstaltet zur Feier seiner Weltherrschaft jährlich ein weltweites Motorradrennen, das eine der Teilnehmerinnen nutzen will, um den Führer zu eliminieren – die Story klingt schon so verrückt, dass ich zwangsläufig neugierig auf „Wolf by Wolf“ geworden bin, zudem fallen erste Vorab-Rezensionen bereits sehr positiv aus. Das Cover ist auch top, von daher hat Ryan Graudins Buch beste Chancen, in meine Regale einzuziehen.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek
Hach ja, mit Fitzek ist das ja inzwischen so eine Sache… einerseits fand ich seine letzten Bücher mit Ausnahme von „Noah“ relativ schwach und „Passagier 23“ sogar richtig schlecht, ich gebe aber die Hoffnung auf ein Anknüpfen an frühere Werke nicht auf, zudem steckt mich der Hype einfach auch immer wieder an – wenn’s jeder liest, will man einfach mitreden können. Die etwas an „Minority Report“ erinnernde Story klingt mir zwar eigentlich schon wieder zu abgedreht, aber was soll’s – im schlimmsten Fall kann man halt wieder einen schönen Verriss schreiben 😀

Die Nacht gehört den Wölfen – Wulf Dorn
Während Fitzek mich in letzter Zeit meistens enttäuscht hat, ist auf Wulf Dorn bisher eigentlich immer Verlass gewesen. Bei „Die Nacht gehört den Wölfen“ handelt es sich zwar um einen Jugendthriller und das Buch lässt daher vielleicht nicht den ganz großen Nervenkitzel erwarten, trotzdem bin ich durchaus gewillt, dem Roman einmal eine Chance zu geben.

Fremd – Ursula Poznanski & Arno Strobel
Wenn zwei derart erfolgreiche deutschsprachige Autoren wie Ursula Poznanski und Arno Strobel sich zusammentun und gemeinsam einen Thriller schreiben, dann wird man als Fan des Genres natürlich zwangsläufig hellhörig und die Story klingt auch durchaus reizvoll: eine Frau erkennt ihren eigenen Mann plötzlich nicht mehr und hält ihn für einen Vergewaltiger, während der Mann sich fragt, was nur in seine Frau gefahren ist. Riecht nach einem Thriller mit wechselnden Perspektiven und wenn Poznanski und Strobel das richtig anstellen, könnte das durchaus interessant werden.

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Escape – David Baldacci
Bereits die ersten beiden John-Puller-Romane von David Baldacci haben mir sehr gut gefallen und wenn man nach dem Klappentext geht, dürfte „Escape“ die beiden Vorgänger vielleicht sogar noch toppen: Puller muss nämlich seinen eigenen Bruder jagen, der als Landesverräter verurteilt wurde und nun aus Amerikas bestgesichertem Militärgefängnis ausgebrochen ist. Klingt sehr spannend und dürfte mit Dietmar Wunder in der Hörbuchversion wieder zu einem fesselnden Thriller werden.

Countdown. Spiel um dein Leben – Gautier Renault, Florian Lafani
Ein Irrer entführt in London fünf Menschen und lässt im Internet darüber abstimmen, wer von seinen Opfern sterben muss – vielleicht nicht gerade die originellste Ausgangssituation für einen Thriller, aber derartige „Das Publikum wird zum Mörder“-Szenarien sind irgendwie doch immer wieder reizvoll. Der mörderische Wettlauf gegen die Uhr lässt zumindest mal auf ein hohes Tempo hoffen und wenn die beiden französischen Autoren dann noch die ein oder andere Überraschung auf Lager haben, könnte das durchaus spannend werden werden.

The Game of Lives – James Dashner
Mit den ersten beiden Bänden seiner „Mortality Doctrine“-Reihe konnte James Dashner zwar bisher bei weitem nicht an die Qualität seiner erfolgreichen „Maze Runner“-Bücher anknüpfen, trotzdem will ich nun aber doch zumindest wissen, wie die Geschichte endet. Und vielleicht hat Dashner ja am Ende doch noch einen coolen Plottwist auf Lager, der die Reihe mit einem positiven Eindruck abschließen kann.

Old School – John Niven
Seit einigen Jahren zählen die wunderbar rotzigen, zynischen und vulgären Bücher von John Niven für mich zum Pflichtprogramm und dabei ist mir eigentlich auch egal, worüber Niven genau schreibt. Diesmal geht es um zwei Seniorinnen, von denen die eine nach dem Tod ihres Mannes feststellen muss, dass dieser jahrelang ein Doppelleben geführt und einen riesigen Schuldenberg hinterlassen hat. Um aus dieser misslichen Situation herauszukommen, greifen die beiden Freundinnen zu drastischen Maßnahmen… Wie diese letztlich aussehen, verrät die Inhaltsbeschreibung noch nicht, Pistolen-Cover und der grundsätzliche Stil des Autors lassen jedoch auf gewohnt deftige Unterhaltung hoffen.

Zorn. Kalter Rauch – Stephan Ludwig
Bei der „Zorn“-Reihe von Stephan Ludwig hinke ich ebenfalls ein wenig hinterher und habe gerade mal die ersten beiden Bände gelesen, sodass der neue Band „Kalter Rauch“ wohl nicht direkt auf meinen Kindle wandert. Allerdings ist die Neuerscheinung ein guter Anlass, um mal endlich aufzuholen, denn so langsam vermisse ich der mürrischen Zorn und den dicken Schröder… 😀

Auf welche Herbst-Neuerscheinungen freut ihr euch am meisten?


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