Autor: Andreas Winkelmann
Umfang: 416 Seiten
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsdatum: 17. August 2012

Inhalt:
Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche ein­gekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt – ertränkt. Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler.
Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird. Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und Stiffler dreht durch …

Mein Leseeindruck:
Andreas Winkelmann kommt in seinem neuen Thriller „Wassermanns Zorn“ schnell zur Sache: Bereits auf den ersten drei Seiten erlebt der Leser den verzweifelten Todeskampf einer Frau, die von einem Mann in ihrer eigenen Badewanne immer wieder unter Wasser gedrückt wird, bis sie schließlich das Bewusstsein verliert (und vermutlich auch ertrinkt). Anschließend lernen wir drei verschiedene Figuren kennen, von denen zumindest zweien im weiteren Verlauf wohl eine bedeutende Rolle zukommen wird.

Der „Wassermann“ treibt ein perfides Spiel mit Hauptkommissar und Praktikantin

Zum einen gibt es da den Kriminalhauptkommissar Eric Stiffler, der gleich zu Beginn von einem unbekannten Anrufer bedroht wird. Dieser berichtet, dass er eine Frau in seiner Gewalt hat, welche schon sehr bald ertrinken wird. Wie wir kurz darauf erfahren handelt es sich dabei um Annabell, mit der Eric offenbar seit geraumer Zeit eine Affäre hat. Weiter geht es mit Lavinia Wolff, die in einem Bekleidungsdiscounter arbeitet und von einem Mann verfolgt wird. Es ist allem Anschein nach nicht das erste Mal, dass sie sich von ihm bedroht fühlt, denn sie erkennt ihren Verfolger wieder. Panisch versucht sie daraufhin, den Mann abzuhängen, auch wenn sie sich nicht hundertprozentig sicher ist, dass sie sich ihn nicht nur einbildet. Zu guter Letzt bleibt dann noch Manuela Sperling, die gerade ihr Studium an der Polizeifachhochschule absolviert hat und nun ihr Praktikum unter der Aufsicht von Eric Stiffler antritt. Nach einem unangenehmen Gespräch mit dem Polizeichef wird sie dann auch direkt mit ihrer ersten Leiche konfrontiert – es handelt sich dabei um Annabell, die ertränkt in einem Fluss treibt.

Verheißungsvolle Story mit interessanter Figurenkonstellation

Was die Story betrifft, so erscheint mir die Leseprobe zu „Wassermanns Zorn“ schon recht verheißungsvoll. Andreas Winkelmann verschwendet nicht viel Zeit für die Einleitung und setzt direkt den ominösen „Wassermann“ in Szene, bei dem es sich offenbar um einen gerissenen Mörder handelt, der es besonders auf den Kriminalhauptkommissar persönlich abgesehen hat. Interessant sind auch die bisher angedeuteten Figurenkonstellationen: Gerade die Figur des Eric Stiffler hat offenbar einiges zu verbergen, sonst würde er nicht verschweigen, dass er die Tote kennt. Auch zwischen Stiffler und seiner neuen Praktikantin bahnen sich bereits erste Spannungen an. Was Lavinia Wolff betrifft, so könnte diese womöglich sogar als nächstes Opfer in Frage kommen. Rein von der Handlung her hat das Buch also ein recht hohes Potenzial. Da ich von Andreas Winkelmann bereits die spannenden Thriller „Tief im Wald und unter der Erde“ und „Hänschen klein“ kenne, sollte da auch nicht mehr allzu viel schiefgehen, denn in der Regel versteht der Autor sein Handwerk.

Schwierige und teilweise nervige Hauptfiguren

Womit ich bei der Leseprobe ein Problem hatte, waren die Charaktere selbst. Ich empfand es als etwas anstrengend, dass sich gleiche alle drei vorgestellten Figuren in dem Textauszug fast vor Angst in die Hose machen. Eric Stiffler scheint ohnehin ein ziemlich schwacher Charakter zu sein, den ich mir als Leiter einer Ermittlung nicht so richtig vorstellen kann. Außerdem war mir der Polizist auf den ersten Seiten dermaßen unsympathisch, sodass ich nicht wirklich Lust habe, ihn bei der Polizeiarbeit zu begleiten. Gerade seine nicht nachvollziehbare Geheimniskrämerei in Bezug auf Annabell war recht nervig. Dass Manuela Sperling bei ihrem Dienstantritt nervös wirkt ist verständlich, dass sie in ihrer Panik aber die halbe Toilette zerstört ist aber eher albern. Lavinia Wolff hat als Verfolgte allen Grund zur Angst, kann aber trotzdem wenige Minuten später wieder unbefangen mit einem Taxifahrer flirten…

Daher bin ich bei Winkelmanns neuem Thriller noch ein wenig skeptisch. Der Storyansatz von „Wassermanns Zorn“ macht Lust auf mehr, doch mit den Hauptfiguren konnte ich bisher noch nicht warm werden.

Meine Prognose: 3/5

Informationen:
„Wassermanns Zorn“ von Andreas Winkelmann erscheint am 17. August 2012 im Wunderlich Verlag, hat einen Umfang von 416 Seiten und wird 14,95 € kosten. Die Leseprobe gibt es bei vorablesen.de, weitere Infos zum Buch findet Ihr auf der Verlags-Homepage.


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