SmokyIsBack_Stille_Teil1

+++ Achtung: Dieser Beitrag setzt die Kenntnis der ersten 7 Kapitel
von „Die Stille vor dem Tod“ voraus und kann daher Spoiler enthalten +++

Zuallererst (wieder einmal…) ein dickes SORRY von mir aufgrund des Ausbleibens des ersten Diskussions-Abschnittes am vergangenen Montag, doch ich habe leider einfach nicht die Zeit zum Bloggen gefunden und die wenige Freizeit dazu genutzt, wenigstens lesetechnisch bei „Die Stille vor dem Tod“ dranzubleiben. Da ich aber dennoch die Leserunde zum fünften Smoky-Barrett-Band im vollen Umfang ausrichten und gerade über den wohl sehr kontroversen ersten Abschnitt ausführlich mit euch diskutieren möchte, habe ich beschlossen die Leserunde um eine Woche zu verlängern, damit jeder der drei Abschnitte die volle Aufmerksamkeit bekommen kann.

Alles beim alten – langweilig oder angenehm vertraut?

Die erste Überraschung gab es für mich schon auf den ersten Seiten, denn nach der jahrelangen Pause zwischen dem vierten Band „Ausgelöscht“ und dem neuen Buch „Die Stille vor dem Tod“ hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass auch im Leben der Protagonisten in der Zwischenzeit einiges passiert ist und Smoky längst ihr zweites Kind bekommen, ihr Team sich nach den im Vorgänger angedeuteten Umstrukturierungsmaßnahmen zerschlagen und Smoky vielleicht sogar den Umzug in eine andere Stadt gewagt hätte. Stattdessen ist die Hauptfigur immer noch schwanger und auch sonst hat sich kaum etwas geändert. Seid ihr froh, dass „Die Stille vor dem Tod“ so nahtlos and den vierten Band anknüpft und wir somit nicht groß etwas verpasst haben oder habt ihr insgeheim vielleicht wie ich eher auf eine größere Veränderung (und damit vielleicht auch frischen Wind) gehofft?

Geschmacklos oder auf verstörende Weise faszinierend?

Auch wenn man von den ersten vier Smoky-Barrett-Büchern schon einiges an Grausamkeiten, Schockeffekten und auch Absurditäten gewohnt war, dürfte der erste Teil von „Die Stille vor dem Tod“ wohl auch bei hartgesottenen Thriller-Lesern für offene Münder und jede Menge Verstörung gesorgt haben: es geht fast ab der ersten Seite unglaublich zur Sache, es gibt in den ersten Kapiteln ein wahres Feuerwerk an Morden und Gewalt und mit dem unterirdischen Bunker und einer unvorstellbar schrecklichen Ansammlung der schlimmsten menschlichen Albträume setzt Cody McFadyen dem ganzen noch die Krone auf. Hat es der Autor diesmal mit dem Schockfaktor maßlos übertrieben oder hatte dieser Knalleffekt zum Start auf euch den gewünschten Effekt und hat euch die Geschichte direkt mitgerissen und erschüttert? Oder fandet ihr diesen Abschnitt einfach nur absurd und geschmacklos?

Der Gipfel der Grausamkeit?

Da auch ich vom „Museum des Todes“ total geschockt war und mir kaum ein vergleichbares Albtraum-Szenario einfällt bin ich mal wieder ein wenig neugierig: War diese unterirdische Ausstellung des Grauens das schlimmste, was euch bisher in einem Buch begegnet ist oder habt ihr in eurer literarischen Karriere sogar noch abscheulichere Szenen überstanden? Falls ja, was war das schlimmste, an das ihr euch erinnern könnt? 😀

Diese Fragen könnt ihr natürlich wieder wie gehabt unter diesem Beitrag, auf Twitter oder Facebook oder in euren eigenen Blogbeiträgen beantworten. Und wie immer gilt: Hashtag #SmokyIsBack dabei nicht vergessen 😉

SmokyIsBack_Stille_Fragen_1-3

Hier auch wie gewohnt die aktuelle Teilnehmerliste, damit ihr wisst wo ihr euch nach Smoky-Barrett-Leseupdates umschauen müsst 😉

Teilnehmerliste:
  1. Sebastian @Büchermonster (Twitter/Instagram/Facebook)
  2. Sunsy @Sunsys Blog (Twitter/Instagram)
  3. Gabi @Laberladen (Twitter/Facebook)
  4. Susi @Alpinkatze’s Universe (Instagram)
  5. Kaisu @Life4Books (Twitter)
  6. Maraia (Twitter/Instagram)
  7. Michelle @Charmandelle (Twitter/Instagram/Facebook)
  8. Lisa @Lisa’s Büchereck (Twitter/Instagram/Facebook)
  9. Moony @Moony’s World (Twitter)
  10. Antonie @Die fabelhafte Welt der Bücher (Twitter)
  11. Sanja @buchverrueck.de (Twitter/Instagram/Facebook)
  12. Carmen @In Love With Books (Twitter/Facebook)
  13. Verena @serendipity (Twitter/Instagram)
  14. Janine @Janines Bücherwelt (Twitter/Instagram/Facebook)

Falls euch der heftige Start von „Die Stille vor dem Tod“ noch nicht abgeschreckt hat:
Viel Spaß mit dem zweiten Abschnitt!

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9 Antworten zu diesem Beitrag

  • Hallo,

    ich bin selbst schon ein bisschen weiter mit dem Buch, aber die Meinung ist sehr wechselhaft. Die ersten sieben Kapitel fand ich gut. Es erfüllte die Erwartung und war ganz im Stil von McFadyen geschrieben.

    Frage 1 : Ich finde den Übergang in Ordnung (beide möglichen Varianten sind/wären spannend). Ich habe aber Zweifel, dass auch wirklich alles so passt. Gerade in Kapitel 8 (ja ich greife jetzt ein bisschen vor) wird sich auf einen „Blogartikel“ bezogen und ich bin mir nicht sicher ob zu der Zeit, zu der das Buch nun spielt (wenn ich mich nicht recht entsinne vor knapp 10 Jahren) Blogs schon einen so großen Stellenwert hatten, wie heute. Für McFadyen kam also hier noch eine Schwierigkeit beim Schreiben dazu, nämlich auf die Zeitgeschichte zu achten.

    Frage 2: Ich habe kein Problem mit Brutalität etc. Klar, McFadyen gehört zu den Hartgesottenen. Dies weiß man jedoch schon vorher und ich stelle mich dann darauf ein.

    Frage 3: Das Erschreckendste an dem Museum fand ich die Menschen, die wie Tiere gehalten wurden. Zudem ist die Größe sehr einschüchternd. Wäre eine solche Sammlung (die Fotografien, die Gegenstände von Serienmördern) überhaupt möglich? Die Erläuterungen und Beschreibungen der Folterinstrumente in dem Buch „Das Lied der Sirenen“ von Val McDermid finde ich auch sehr gruselig. Solch ähnliche Szenen gibt es auch in dem Buch „Der Kopfjäger“ von Micheal Slade (erschienen 1984). Man erkennt, McFadyen erfindet die Brutalität nicht. Es gibt auch weitere Autoren, die dies aufgreifen. Zudem basieren die Stellen in den genannten Bücher oft auf wahren Begebenheiten (es gibt mehrere Museen mit Ausstellungen zu Folterinstrumenten). Übrigens erscheinen wohl die brutalsten Bücher im FESTA Verlag. Kennt den einer der hier Lesenden?

    Mein Lesetagebuch zu „Die Stille vor dem Tod“ findet ihr hier:

    https://moonysblog.wordpress.com/tag/stille-vor-dem-tod/

    Eine Rezension zu „Der Kopfjäger“ von Michael Slade findet ihr hier:

    https://moonysblog.wordpress.com/2016/05/28/der-kopfjaeger/

    • #1: An die Unstimmigkeiten mit den ganzen technischen Dingen habe ich beim Lesen gar nicht gedacht aber du hast Recht! Wenn man mal daran zurückdenkt wie Smoky und Co. früher schon ausgeflippt sind wenn man ihnen gesagt hat dass die E-Mails automatisch abgerufen werden dann kommt das vermutlich alles nicht mehr so ganz hin 😀

      #2: Ich bin ja auch von den vielen Thrillern und Horror-Romanen die ich lese schon einiges gewohnt, aber der erste Abschnitt hat mich dann doch schon umgehauen, denn sowas hätte selbst ich mir kaum ausmalen können. Zumal die Smoky-Barrett-Reihe ja doch eher Mainstream ist und solche Extremfälle da schon nicht ganz so oft vorkommen.

      #3: Am schlimmsten am Museum fand ich dieses riesige Bild mit dem Nanking-Massaker weil mich das dazu verleitet hat die Ereignisse von damals mal ein wenig nachzulesen und ich gar nicht glauben konnte dass sich all das tatsächlich abgespielt hat bzw. sogar noch deutlich grausamer war als im Buch angedeutet…

      Den FESTA-Verlag kenne ich und wollte da auch schon seit längerem mal was von lesen, allerdings habe ich da aber immer die Befürchtung dass die Bücher zu trashig sind 😀

      • Ich finde das gesamte Buch hat sehr viele irre Details die technisch, geschichtlich und kulturell sehr gut ausgearbeitet sind.
        Solange ich grausame Details in Romanen lese, schocken mich tatsächlich nur Foltersenzen extrem. Allerdings ist das „Überprüfen“ von Inhalten auf deren Wahrheit eine gruselige Sache. Ich habe mal geschaut nach einem beschriebenen Fall aus „Der Kopfjäger“. Ich hätte mich am liebsten übergeben und zu Hause eingeschlossen, nachdem ich den Lexikoneintrag dazu gelesen habe. „Leider“ denken sich viele Thriller-Autoren ihre Inhalte nicht nur aus. Sie haben schon irgendwo in der realen Welt ihren Ursprung.

  • Q1: Ich habe nicht erwartet, dass das Buch direkt nach dem 4. Band anfangen würde. Ich wollte eine ältere Bonnie sehen, die Psychopathin geworden ist!

    Q2: Ich glaube, McFadyen hat eine Grenze überschnitten. Eigentlich fand ich das, was ausgesprochen wurde, noch schlimmer als die Taten und die Gewalt.

    Q3: Es ist auf jeden Fall auf der Liste der schlimmsten Szenen, die ich gelesen habe. Der ganze ersten Teil war total krank, finde ich.

    • #1: Ja, ich war auch ein bisschen enttäuscht dass es fast nahtlos weiterging, ich hätte mir schon eine etwas größere Entwicklung in der Zwischenzeit gewünscht. Wobei der direkte Anschluss natürlich Sinn ergibt, schließlich hat der Autor das Buch ja vermutlich damals schon direkt nach dem vierten Buch angefangen und die lange Pause war ja nicht eingeplant…

      #2: Ich fand den ersten Abschnitt auch schon seeeeehr grenzwertig. Die ersten Ereignisse haben mich noch fasziniert weil ich unbedingt wissen wollte was dahintersteckt aber als es dann immer mehr in Richtung Bunker und „Museum des Todes“ ging hatte ich leider das Gefühl als wollte der Autor nur noch so viel wie möglich und auf jede Art und Weise schocken und das fand ich dann doch eher befremdlich.

      #3: Also mir fällt eigentlich nur „Amputiert“ von Gord Rollo ein wenn ich in meinem Leserleben nach noch verstörenderen Geschichten/Szenen suche aber der erste Abschnitt von „Die Stille vor dem Tod“ landet sicherlich in meinen Top 3 😀

      • Achso, stimmt. Ich habe ‚Still‘ völlig vergessen. Würdest du ‚Amputiert‘ empfehlen?

        • Ich kann mich nicht mehr ganz genau an die Story erinnern aber ich habe gerade mal meine Rezension dazu überflogen und anscheinend fand ich die Geschichte ziemlich spannend und überraschend gut, aber es geht in diesem Buch wirklich schon SEHR verstörend (und teilweise auch absurd) zu… 😀

  • Zu erst einmal muss ich sagen, das ich mich sehr freue Teil fünf jetzt doch zu Lesen. Eigentlich wollte ich warten bis das Taschenbuch erscheint, aber durch eine günstige Fügung habe ich Teil fünf jetzt doch schon.

    Frage 01. Zu erst war ich erstaunt das es so nahtlos in einander über geht, aber ich finde es toll. Ich denke wenn zu viel Zeit vergangen wäre, wäre das nicht so toll gewesen. Weil einfach viel zu viel drum herum erzählt werden müsste, was so in den Jahren alles Passiert ist.

    Frage 02: Ich will nicht sagen das er eine grenze überschritten hat, aber er hat definitiv übertrieben. Es war schon wieder sooo viel grauen das es einfach übertrieben und nicht mehr normal rüber kam. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, aber wirklich gut fand ich es leider nicht.

    Frage 03: Ich denke es ist schon sehr schlimm. Ich habe schon einige Thriller gelesen die echt übel waren, aber ein Museum des Todes?? Nein so was gab es da noch nicht. Allein die Vorstellung war schon sehr ekelig.

    • #1: Ich hätte mich schon gefreut wenn sich die Konstellation in der Zwischenzeit ein wenig verändert hätte, so ist es halt immer ein wenig das gleiche. Andererseits war die lange Pause zwischen den Büchern ja auch nicht geplant, von daher war ich auch nicht so wahnsinnig überrascht dass der fünfte Band relativ zeitnah an den vierten einsetzt.

      #2: Ich tue mich auch schwer damit zu sagen dass ich den Anfang gut fand weil man halt schon merkt dass McFadyen einfach so viel schocken will wie möglich, aber irgendwie hat das bei mir schon seine Wirkung nicht verfehlt weil mich der Anfang doch ziemlich gepackt hat.

      #3: Bei mir landet der erste Abschnitt ganz eindeutig auch in den Top 3 der verstörendsten Dinge, dich ich bisher in einem Buch gelesen habe 😀