SmokyIsBack_Das_Böse_in_uns_Teil2

+++ Achtung: Dieser Beitrag setzt die Kenntnis der ersten 20 Kapitel
von „Das Böse in uns“ voraus und kann daher Spoiler enthalten +++

Die Hälfte des dritten Smoky-Barrett-Bandes „Das Böse in uns“ ist geschafft und es sieht so aus, als hätten es Smoky und ihr Team tatsächlich mit einem Killer der Superlative zu tun, der im schlimmsten Fall sogar über 140 Menschen ermordet hat, wenn man den Zahlen auf den Kreuzen in den Körpern der gefunden Opfer glauben kann.

Je brutaler, desto besser?

Aus dieser schier unfassbaren Zahl an Toten ergibt sich auch schon meine erste Frage für diese Woche: Müssen es immer mehr und immer brutalere Morde sein, um den vorherigen Band noch einmal zu übertreffen oder würdet ihr euch lieber wünschen, dass es statt immer neuer Gewalttätigkeiten vielleicht auch mal eine etwas reduziertere, dafür aber vielleicht psychologisch anspruchsvollere Geschichte geben würde?

Thrillerautor = verkappter Psychopath? 😀

Zudem erwische ich mich beim Leser solcher harten Thriller immer wieder dabei, wie ich mich frage, was wohl beim Schreiben im Kopf des Autors vorgeht und woher die Ideen für immer neue Grausam- und Abartigkeiten kommen. Als langjähriger Thrillerleser denke ich häufig, dass ich alle Mordmethoden und seelischen Abgründe in Büchern bereits erlebt habe, trotzdem schaffen Cody McFadyen & Co. es immer wieder, sich noch bizarrere oder brutalere Verbrechen auszudenken. Macht ihr euch auch manchmal Sorgen um die geistige Verfassung der Autoren? 😀

Bonnie als Smoky 2.0?

Am Ende des zweiten Leseabschnitts teilt Bonnie ihrer Pflegemutter Smoky mit, dass sie gerne in deren Fußstapfen treten und in ihrem späteren Berufsleben ebenfalls als Polizistin arbeiten möchte. Haltet ihr diese Entscheidung angesichts der traumatischen Erlebnisse in Bonnies Vergangenheit für eine gute Idee, oder sollte Smoky ihrer Tochter diesen Gedanken lieber schnellstmöglich ausreden?

Diese Fragen könnt ihr natürlich wieder wie gehabt unter diesem Beitrag, auf Twitter oder Facebook oder in euren eigenen Blogbeiträgen beantworten. Und wie immer gilt: Hashtag #SmokyIsBack dabei nicht vergessen 😉

SmokyIsBack_Böse_Fragen_4-6

Hier auch wie gewohnt die aktuelle Teilnehmerliste, damit ihr wisst wo ihr euch nach Smoky-Barrett-Leseupdates umschauen müsst 😉

Teilnehmerliste:
  1. Sebastian @Büchermonster (Twitter/Instagram/Facebook)
  2. Sunsy @Sunsys Blog (Twitter/Instagram)
  3. Gabi @Laberladen (Twitter/Facebook)
  4. Susi @Alpinkatze’s Universe (Instagram)
  5. Kaisu @Life4Books (Twitter)
  6. Maraia (Twitter/Instagram)
  7. Michelle @Charmandelle (Twitter/Instagram/Facebook)
  8. Lisa @Lisa’s Büchereck (Twitter/Instagram/Facebook)
  9. Moony @Moony’s World (Twitter)
  10. Antonie @Die fabelhafte Welt der Bücher (Twitter)
  11. Sanja @buchverrueck.de (Twitter/Instagram/Facebook)
  12. Carmen @In Love With Books (Twitter/Facebook)
  13. Verena @serendipity (Twitter/Instagram)
  14. Janine @Janines Bücherwelt (Twitter/Instagram/Facebook)

Und damit viel Spaß mit dem dritten Abschnitt von „Das Böse in uns“!

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10 Antworten zu diesem Beitrag

  • Q3.4: Eigentlich finde ich jeden Band noch unrealistischer als der letzte, obwohl ich sie alle trotzdem genieße. Ein Krimi muss aber nicht brutal oder blutig sein, um eine spannende Geschichte anzubieten. Ich würde gern über ein eher psychologisches Verbrechen lesen. So ein Verbrechen wäre vielleicht noch gruseliger als ein “normales,” gewalttätiges Verbrechen.

    Q3.5: JA! Ich frage mich oft, was für ein Mensch McFadyen sein muss, um so was auszudenken. (Ich frage mich aber auch, was für ein Mensch ICH bin, um so was gern zu lesen, haha.) Wenn ich seine Frau oder Kinder wäre, würde ich wahrscheinlich befürchten, dass er irgendwann plötzlich durchdrehen könnte.

    Q3.6: Wahrscheinlich wäre Bonnie eine sehr gute Polizistin oder Profilerin. Ich weiß jedoch nicht, ob so eine Karriere gut für ihre geistige Gesundheit wäre. Smoky könnte Bonnies Meinung aber nicht ändern, glaube ich. So gesehen ist das Beste, was Smoky tun kann, Bonnie zu unterstützen und auf ihre geistige Gesundheit aufzupassen. Eigentlich kann ich mir leicht vorstellen, dass Bonnie eher wie James als wie Smoky wäre, d.h., Arschloch 2.0. 😛

    • Ich finde es immer sehr lustig wenn am Anfang der Bände immer die Ereignisse der Vorgänger zusammengefasst werden und dann in einem Absatz drei Serienkiller und 10 andere Schicksalsschläge vorkommen, die Smoky und ihrem Umfeld bereits passiert sind. Gerade an diesen Passagen merkt man erstmal so richtig wie absurd die Geschichten eigentlich sind 😀

      Ich fände es aber auch ganz gut wenn der Fall zur Abwechslung mal weniger reißerisch aber psychologisch etwas ausgeklügelter wäre. Vielleicht liegt es aber auch daran dass wir die Bücher nun direkt hintereinander lesen und die Häufung deshalb als so extrem empfunden wird.

      Haha, ich frage mich schon lange nicht mehr wie gestört ich eigentlich selber bin dass ich gerne so ein krankes Zeug lese xD

      Muss aber bestimmt schon ein seltsames Gefühl sein wenn man z.B. das Kind eines Thriller-Autors ist und liest was dem eigenen Vater so für kranke Sachen durch den Kopf gehen xD

      Ich hoffe ja so sehr dass Bonnie zur Psychopathin wird, das wäre doch der Hammer wenn Smoky z.B. im 5. Band die eigene Tochter jagen müsste 😀

  • Frage 1: Es hielt sich bei mir in grenzen. Ich fand es schon krass aber man erfährt ja nicht ganz so viel.

    Frage 2: Ich persönlich empfinde den Teil gar nicht so Brutal. Die anderen Teile waren schlimmer fand ich. Es waren natürlich wieder schlimme dabei, aber nicht so wie in den ersten Teilen.
    Dennoch fragt man sich was Cody McFadyen für ein Typ ist. Ganz normal kann so ein Autor doch nicht sein xD

    Frage 3: Naja wenn sie es will, soll sie es machen. Ich finde das völlig in Ordnung. Ich denke auch das sie weiß was sie tut, da sie für ihr alter sehr reif ist.

    • Ja, ich hatte auch das Gefühl dass zwar viele Grausamkeiten passieren bzw. passiert sind aber die Gewaltdarstellung im Buch weniger drastisch ist als in den ersten beiden Büchern und vieles mehr im Hintergrund passiert.

      Ich stelle mir ja immer die Recherche spannend vor wenn sich Autoren möglichst ausgefallene Mordmethoden ausdenken wollen 😀

      Mich stört das ja ein wenig dass Bonnie immer so enorm erwachsen dargestellt wird und in jeder Situation immer total reif reagiert, auch wenn sie durch die traumatischen Erlebnisse ihre kindliche Unbescholtenheit verloren hat…

  • Hallo,
    frisch aus dem Urlaub hole ich nun ein bisschen was auf.

    Frage 4: Naja 100 Opfer sind eine ganze Menge, aber der Prediger sagt auch, er hätte schon 20 Jahre gemordet, was bedeutet zwei Opfer pro Jahr. Erstaunlicher ist, dass dies niemandem aufgefallen ist.

    Frage 5 : Ich finde er beschäftigt sich recht viel mit Kindesmissbrauch. Ich würde gerne wissen, ob er sich in diesem Bereich auch sozial engagiert. Sorgen um seinen geistigen Zustand mache ich mir keine.

    Frage 6 : ich finde es erschreckend, dass Bonnie diesen Wunsch in ihrem Alter äußert. Ob sie es kann oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Das Problem gerade in ihrem jetztigen Alter ist, dass dieser Wunsch aus Rache und Hass entsteht. Ich denke, dass ist bei der Arbeit absolut nicht vorteilhaft.

    Das Bonnie so reif reagiert, stört mich gar nicht. Kinder die schlimme Erlebnisse hatten, reagieren oft viel früher „reif“,

    • Es sind 5 Opfer pro Jahr, es ist also noch auffälliger ;D

      Das mit dem sozialen Engagement ist eine interessante Frage… ich hoffe jedenfalls dass er das Thema nicht immer nur benutzt um billige Schockeffekte zu erzielen…

      Im Prinzip wären sich Bonnie und James in ihrer Motivation für die Berufswahl dann ja recht ähnlich. Es lässt sich jetzt darüber streiten ob es ihm letztlich gutgetan hat, so verbittert wie er mittlerweile ist 😀

      Die Reihe ist mittlerweile eh schon so extrem unglaubwürdig (nicht dass es mich großartig stören würde), da kann Bonnie von mir aus gerne wirklich durchdrehen und irgendwann zu Smokys Gegenspielerin werden xD

      • *haha* ja rechnen ist mitten in der Nacht bei mir nicht mehr so drin. XD

        Stimmt Bonnie sund James Motiv sind sich sehr ähnlich.
        Dabei fällt mir mal wieder auf, dass ich finde, dass James so ein extremer „Mitläufer“ ist. Fast schon ein Charakter ohne Backgroundgeschichte (ganz so arg auch nicht). Allerdings ist natürlich Bonnie vollkommen anders gestrickt als James und ich denke sie wird nicht so verbittert. Sie könnte nur so verbissen werden. Irgendwie eine Mischung aus James und Smoky.

        • Ich hatte mich zwischendurch auch schon mal gefragt ob der Mord an James‘ Schwester überhaupt aufgeklärt wurde oder ob sich der Autor das vielleicht noch für später aufgehoben hat… Ich hätte wirklich nichts dagegen wenn James zur Abwechslung mal ein wenig in den Vordergrund treten dürfte^^

  • Frage 4: Ich finde gar nicht, dass sich in diesem Band die Gewalt steigert. Die Morde sind nicht so blutig und im Detail beschrieben wie in den Vorgängerbänden. Dafür steht aber zu befürchten, dass es eine riesige Anzahl von Opfern gibt, was seinen ganz eigenen Horror bereithält. Leider ist das im wirklichen Leben ja auch schon vorgekommen und deshalb nicht realitätsfern. Darüber, ob das noch realistisch ist, dass sich das alles ausgerechnet in Smokys Umfeld abspielt, könnte man diskutieren – aber so ist das eben bei Serien mit einem Hauptakteur und damit lebe ich ganz gut.

    Frage 5: Anregungen für so schlimme Geschichten finden sich in den Zeitungen und Fernsehberichten der heutigen Zeit genug (Karin Slaughter z. B. bezieht die grobe Handlung ihrer Fälle übrigens aus realen Gerichtsakten, die öffentlich zugänglich sind, und mixt sie miteinander, um sie zu verfremden – wie ich bei einer Lesung erfahren habe). Ich glaube, der Autor lebt seine kranke Fantasie ganz gut in den Büchern aus und es besteht keine Gefahr, dass er zum Serienmörder wird, weil er ein Ventil braucht. Wir sind sicher 🙂

    Frage 6: Ich glaube, Bonnie braucht in erster Linie so viel Normalität und typisches Teenagerleben wie möglich und sollte sich keine Gedanken darüber machen, dass sie später mal verrückte Serientäter jagen möchte. Ich hoffe, sie entscheidet sich noch um, denn ihr Seelenleben hat schon genug gelitten.

  • zu 4.

    „Möglicherweise“ Kann mich vage erinnern, dass diese Zahl eine etwas andere Bedeutung hatte. Sollte es wirklich über 100 Morde geben, wäre das in meinen Augen eine extrem Übertreibung, die meiner Meinung nach fern der Realität ist. Vor allem wenn mans ich mal anschaut, was so „gängige Killer“ an Menschen ermorden.

    Man könnt jetzt schreien „fiction“. Aber das wäre weit über den Tellerrand hinaus um noch aus plausibel vom Leser aufgenommen zu werden. Die Gewalt in die Smoky-Büchern generell ist schon recht makaber und hart und das hier wäre ein dunkles i-Tüpfelchen.

    zu 5.

    Nein. Eher über seine Fantasie und woher er diese Ideen hat. Mit wem oder was er sich umgibt oder eher, dass er schon zu viel seiner bösen Gedanken in ein Buch packt, anstatt es für weitere aufzuheben 😀

    zu 6.

    Naja, es ist ihre Entscheidung. Smoky ist ihr Vorbild. Ich wollt früher auch mal was werden, was ich jetzt nicht bin. Abwarten und Tee trinken. Sollte Bonnie das gleiche Nervengerüst haben wie Smoky, kann sie es ja gerne versuchen. Aber gängige Aufnahmetests werden/würden das schon zeigen 🙂